Arbeitsschutzlexikon

Befähigte Person

ist eine Person, die durch ihre Berufsausbildung, ihre Berufserfahrung und ihre zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung der Arbeitsmittel verfügt.

Rechtsquellen:

. Benutzen (Anwendung durch Beschäftigte) . In-Verkehr-bringen (incl. Verkauf, Vertrieb)
EU -Recht D -Recht  D -Unfallvers. EU -Recht D -Recht  D -Unfallvers.
Rahmen-Richtlinie 89/391/EWG    
Richtlinie + Gesetz   (ArbSchG + SGB VII)    
Verordnung + UVV   § 2(7) BetrSichV         
sonstige Normen            

Weitere Informationsquellen:

Überprüfung und Prüfung von Arbeitsmitteln

(smbg – fachausschussinformationsblatt 003 – Ausgabe 2003)
Sowohl das Arbeitssicherheitsgesetz als auch die Betriebssicherheitsverordnung verlangen, dass der Arbeitgeber feststellt bzw. feststellen lässt, ob die im Betrieb eingesetzten Arbeitsmittel sicherheitstechnisch in Ordnung sind.

    Zu unterscheiden sind hierbei

  • “Überprüfungen” nach dem Arbeitssicherheitsgesetz und
  • “Prüfungen” nach der Betriebssicherheitsverordnung und
  • den maschinenspezifischen Vorschriften und Regeln der Berufsgenossenschaften. Überprüfungen gehören zum Aufgabenkatalog der Fachkräfte für Arbeitssicherheit (§ 6 ASIG). Prüfungen werden von “befähigten Personen” durchgeführt (§§ 2(7), 3(3) und 10 BetrSichV).

Inhalt
1 Überprüfungen von Arbeitsmitteln
2 Befähigte Personen und Befähigungsgrade
3 Prüfungen von Arbeitsmitteln
3.1 Grundsatz
3.2 Individuelle Festlegung von Prüfungen
3.3 Sonderfälle von Prüfungen
3.3.1 Einsatz neuer Technologien
3.3.2 Prüfungen bei Sonderbetriebsarten
3.3.3 Außerordentliche Prüfungen

nter Punkt 2 werden die “befähigten Personen und Befähigungsgrade” genannt, wie z.B.

  • Befähigungsgrad 1:
    Die befähigte Person muss soweit mit der jeweiligen Prüfung vertraut sein, dass die übertragene Prüfaufgabe durchgeführt und beurteilt werden kann.
  • Befähigungsgrad 2:
    Die befähigte Person muss aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet des zu prüfenden Arbeitsmittels haben und mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften soweit vertraut sein, dass sie den arbeitssicheren Zustand des Arbeitsmittels beurteilen kann.
  • Befähigungsgrad 3:
    Die befähigte Person muss aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung und Erfahrung besondere Kenntnisse auf dem Gebiet des zu prüfenden Arbeitsmittels haben und mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften vertraut sein. Die befähigte Person muss regelmäßig Arbeitsmittel entsprechender Bauart und Bestimmung prüfen und gutachtlich beurteilen und in der Lage sein, deren Prüfart, Prüfumfang, Prüftiefe und Prüffristen festzulegen. Die befähigte Person muss in der Lage sein, jederzeit den Stand der Technik in ihrem Prüfgebiet zu ermitteln.