Arbeitsschutzlexikon

Aufzugswärter

(auch beauftragte Person für [Personen-] Aufzüge)

Bestellung

(nach § 2 Abs.7 BetrSichV in Verbindung mit den Technischen Regeln für Aufzüge [TRA] 

- bis zum 31.12.2002: Bestellung nach § 20

Anmerkung: 
Die
Aufzugsverordnung wurde am 1.1.2003 durch BetrSichV ersetzt. Die Pflicht zur Bestellung eines Aufzugswärters obliegt dem Arbeitgeber. 
Die Bestellung des
Aufzugswärters erfolgt nun über den § 2 Abs. 7 BetrSichV als “beauftragte Person” für Aufzüge, da Aufzüge überwachungsbedürftige Anlagen nach Abschnitt III der BetrSichV sind. 

Betreiber von Aufzugsanlagen, in der Personen befördert werden dürfen, haben mindestens einen Aufzugswärter zu bestellen. Der Betreiber hat dafür Sorge zu tragen, dass ein Aufzugswärter jederzeit leicht zu erreichen ist, solange die Anlage zur Benutzung bereitsteht.

Zum Aufzugswärter darf nur bestellt werden, wer das 18. Lebensjahr vollendet und in einer Prüfung durch den Sachverständigen die für seine Aufgaben erforderliche Sachkunde nachgewiesen hat. Bescheinigungen über die Prüfungen sind am Betriebsort der Anlage aufzubewahren

Aufgaben

Der Aufzugswärter hat

  1. die Anlage zu beaufsichtigen,
  2. Mängel, die sich an der Anlage zeigen, bestimmten Personen zu melden,
  3. eine Weiterbenutzung der Anlage zu verhindern, wenn durch Mängel an ihr Beschäftigte oder Dritte gefährdet werden,
  4. einzugreifen, wenn Personen durch Betriebsstörungen im Fahrkorb eingeschlossen sind.

Rechtsquellen:

. Benutzen (Anwendung durch Beschäftigte) . In-Verkehr-bringen (incl. Verkauf, Vertrieb)
EU -Recht D -Recht  D -Unfallvers. EU -Recht D -Recht  D -Unfallvers.
Rahmen-Richtlinie 89/391/EWG    
Richtlinie + Gesetz   (“ArbSchG“)   GPSG
Verordnung + UVV   BetrSichV      BetrSichV
(bisher nach § 20 AufzV)
 
sonstige Normen         TRA   

Weitere Informationsquellen: