Arbeitsschutzlexikon

Arbeitsunfall


(siehe § 8 SGB VII)
Der Arbeitsunfall ist ein Versicherungsfall der gesetzlichen Unfallversicherung. Ein Arbeitsunfall ist ein Unfall den ein Versicherter bei einer bzw. infolge versicherten Tätigkeit erleidet.

  1. Unfälle sind zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen.
    • Unter ein zeitlich begrenztes Ereignis, wird nur der Zeitraum von längstens einer Arbeitsschicht betrachtet.
  2. Ein Versicherter ist eine natürliche Person, die im Beschäftigungsverhältnis steht und gesetzlich Unfallversichert nach § 2 SGB VII ist.
  3. Eine versicherte Tätigkeit ist ein Tätigkeit die im Zusammenhang mit dem Beschäftigungsverhältnis steht.

Arbeitsunfälle müssen dem Arbeitgeber innerhalb von 3 Tagen mitgeteilt werden. Der Arbeitgeber ist wiederum verpflichtet, ein Arbeitsunfall nach dem Bekannt werden innerhalb von 3 Tagen an den zuständigen Unfallversicherungsträger zu melden. Dieses geschieht über eine Unfallanzeige.
Als Gesundheitsschaden wird nach § 8 (3) SGB VII gilt auch die Beschädigung oder der Verlust eines Hilfsmittels.

Hilfsmittel sind alle ärztlich verordneten Sachen, die den Erfolg der Heilbehandlung sichern oder die Folgen von Gesundheitsschäden mildern oder ausgleichen. Dazu gehören insbesondere Körperersatzstücke, orthopädische und andere Hilfsmittel einschließlich der notwendigen Änderung, Instandsetzung und Ersatzbeschaffung sowie der Ausbildung im Gebrauch der Hilfsmittel. Soweit für Hilfsmittel Festbeträge im Sinne des § 36 des Fünften Buches festgesetzt sind, gilt § 29 Abs. 1 Satz 2 und 3 entsprechend.

Rechtsquellen:

. Sozialrecht 
EU -Recht D -Recht  D -Unfallvers.
Rahmen-Richtlinie  
Richtlinie + Gesetz   § 8 SGB VII
Verordnung + UVV      
sonstige Normen      

Weitere Informationsquellen:

Hinweis

  • Ersatz beschädigter oder zerstörter Brillen bei Arbeitsunfällen
    (Schreiben der VBG vom Sep.1999 und Papiermacher-BG Nr. 11/95)
    Immer wieder kommen Fragen zu Beschädigung oder der Verlust eines Hilfsmittels, wie z.B. Brillen. §8(3) SBG VII.

    Die Berufsgenossenschaft (hier Verwaltungs-BG und Papier-BG) ersetzt auch Brillen, die durch einem Arbeitsunfall beschädigt oder zerstört wurden. Dabei ist es unerheblich, ob ein zusätzlicher Körperschaden des Beschäftigten entstanden ist.

    Herr Lobodasch, VBG: ” … Grundsätzlich ist uns eine Erstattung der Kosten der beim Arbeitsunfall zerstörten Brille möglich. Für die Gläser kann eine Erstattung nur in Höhe des Anteils der gesetzlichen Krankenkasse ( §33 SGB V) erfolgen. Für das Gestell können die Kosten bis zu einem Höchstbetrag von ca. 100 Euro übernommen werden. …”