Arbeitsschutzlexikon

Urlaub-Vorbereitungstipps

Einige Tipps sollen Ihnen helfen, sicher und gesund durch die Urlaubszeit zu kommen.

Allgemeines

Bereiten Sie sich auf Ihren Urlaub vor. Holen Sie Informationen über Land und Leute sowie deren Sitten und Lebensumstände ein. Denken Sie auch an sich selbst und die Mitreisenden: Informieren Sie sich über Impfungen (siehe unten) und nehmen Sie, wenn erforderlich, Medikamente mit an den Urlaubsort. Tun Sie sich in Ihrem Urlaub etwas Gutes und vermeiden Sie Stress und Hektik wo immer es geht.

Firmenvertretung

An Ihrem Arbeitsort in der Firma sollten Sie für Vertretung sorgen. Existiert ein Urlaubsvertretungsplan? Geben Sie wichtige Informationen an Ihre Vertretung weiter. Wenn Sie im Urlaub (über Handy) erreichbar sind, können Sie für wirklich wichtige “Notfälle” Ihre Telefonnummer hinterlassen. Sie können auch verabreden, das Handy täglich für ein oder zwei Stunden einzuschalten. Sie sollten sich aber Ihren Urlaub nicht durch ständigen Kontakt zur Firma vermiesen lassen, es ist schließlich Ihr Urlaub!

Auto

Ist Ihr Auto fit für lange Fahrstrecken oder haben Sie sich rechtzeitig um Sitzplätze für Ihren Zug gekümmert? Für die Autoreise: Liegt der Termin für die nächste Hauptuntersuchung noch in ausreichender Ferne? Ist der Scheibenwaschwassertank gefüllt? Zur leichteren Entfernung von Fliegendreck empfiehlt sich der Zusatz eines Reinigungsmittels. Haben Sie ausreichend Ladungssicherungsmöglichkeiten? Kennen Sie die Verkehrsbestimmungen in Ihrem Urlaubsland (einschließlich eventueller Transitländer)? Denken Sie an nötige Versicherungspapiere. Auch wichtig: Haben Sie gutes Kartenmaterial und kennen Sie den Weg zum Ziel?

Grundregeln im Urlaubsland

QUELLE: Internetseite: www.fit-for-travel.de

  1. Guter Mücken- und Insektenschutz (siehe auch Stiftung Warentest: Der beste Mückenschutz)
  2. Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene konsequent einhalten
  3. Keine ungeschützten Intimkontakte
  4. Nicht in tropischen Gewässern baden
  5. Nicht barfuss laufen
  6. Guter Sonnen- und Hitzeschutz
  7. Eine sinnvolle Reiseapotheke mitführen
  8. Malariaprophylaxe Tabletten konsequent einnehmen
  9. Adresse der Botschaft vor Ort für Notfälle mitnehmen
  10. Sich vor der Reise individuell reisemedizinisch beraten lassen und vorbeugende Maßnahmen (z.B. Impfungen und Malariaprophylaxe) treffen

Hinweise zu Impfungen für den Urlaub

QUELLE: Internetseite: www.fit-for-travel.de
Impfungen können unterschieden werden in Impfungen, die internationalen Vorschriften (International Health Regulations) unterliegen (sog. Pflichtimpfungen) und in solche, die freiwillig und individuell durchgeführt werden können. Alle Impfungen mit Ausnahme der Gelbfieber-Impfung dürfen von jedem Arzt vorgenommen werden.

Vorgeschriebene Impfungen müssen in eine internationale Impfbescheinigung (sog. gelber Impfpass) eingetragen werden. Obwohl nach den internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO derzeit keine Impfungen außer der gegen Gelbfieber vorgeschrieben werden, wurden und werden unter bestimmten Bedingungen andere Impfungen von einzelnen Ländern bei der Einreise verlangt. Während der letzten 10 Jahre traf dies nur auf die Choleraimpfung und die Impfung gegen Meningokokkenmeningitis zu.
Genau wie bei langfristig geplanten Reisen sollte auch bei kurzfristigen Reiseplanungen, “last minute”- Reisen, an einen Schutz vor Infektionskrankheiten im Reiseland gedacht werden.

Impfungen mit zeitlichem Mindestabstand

Leider gibt es Impfungen, die einen zeitlichen Mindestabstand zur Abreise verlangen und daher bei “last minute” – Reisen problematisch sind. Dazu gehören u.a. Gelbfieber (einmalige Impfung spätestens 10 Tage vor Einreise in ein Gelbfiebergebiet), Hepatitis A+B kombiniert, Hepatitis B, Japanische Enzephalitis und Tollwut. Hier sind mindestens drei Wochen vor Abreise drei Injektionen für einen ausreichenden Schutz notwendig.

Kurzfristig durchführbare Impfungen

Die meisten Impfungen können noch bis zum Tag der Abreise durchgeführt werden, bei Auffrischimpfungen gilt dieses sogar noch für den Abreisetag selbst. Liegt z.B. die letzte Tetanus- oder Diphtherieimpfung 10 Jahre oder länger zurück, sollte unbedingt eine Auffrischung erfolgen. Auch ein abgelaufener Polioschutz sollte bei Reisen nach Afrika, Asien oder Osteuropa unbedingt erneuert werden.
Eine aktive Hepatitis A – Impfung mit einer vorläufigen Schutzdauer von einem Jahr kann ebenfalls noch einen Tag vor Abreise verabreicht werden und entwickelt in der Regel einen für die Dauer der Reise ausreichenden Schutz. Impfungen gegen Typhus oder Meningokokken-Meningitis brauchen ca. 10 Tage, bis sie ihren vollständigen Wirkschutz aufgebaut haben. Bei länger andauernden Reisen in Risikogebiete können diese Impfungen dennoch sinnvoll sein, auch wenn ihr vollständiger Schutz erst nach 10 Tagen einsetzt.

Nachteile bei kurzfristig durchgeführten Impfungen:

Aufgrund möglicher Nebenwirkungen empfiehlt es sich, Impfungen mindestens vier Wochen vor Abreise durchzuführen. Ernsthafte Nebenwirkungen sind ausgesprochen selten und treten meist während oder kurz nach der erfolgten Impfung auf. Die häufigsten Beschwerden, die nach Impfungen auftreten können, sind grippe-ähnlich. Diese klingen jedoch in der Regel nach ungefähr drei Tagen ab, wenn sie überhaupt auftreten.
Impfungen nicht unter Zeitdruck vorzunehmen, um unnötigem Reisestress zu entgehen, ist optimal. Dieses ist bei “last minute” – Reisen sicherlich nicht immer möglich. Dennoch sollte vor jeder Reise stets eine Nutzen-Risiko-Abwägung durchgeführt werden, in der gemeinsam mit dem Arzt der Nutzen der Impfung gegen ein mögliches Krankheitsrisiko im Reiseland abgewogen wird

Wissenswertes zu Wasser und Nahrung im Urlaubsland

QUELLE: Internetseite: www.fit-for-travel.de

Wasser

In Ländern mit ungewisser Wasserhygiene sollte kein Leitungswasser und kein unbehandeltes Wasser aus anderen Quellen getrunken werden. Unbedenklich sind industriell abgefüllte Getränke und in der Regel auch abgekochte Flüssigkeiten wie Tee oder Kaffee. Limonaden mit Kohlensäure sind sicherer als nicht gesäuerte Flüssigkeiten. Bei längeren Reisen im Lande ist jedoch gelegentlich eine mit Durchfällen verbundene Gewöhnung an Wasser und Getränke unumgänglich. Konsequentes Abkochen ist die sicherste Methode, einwandfreies Trinkwasser zu erhalten. (Sprudelnd gekochtes Wasser ist nahezu frei von krankmachenden Erregern.) Falls kein anderes Wasser verfügbar ist, kann heißes Leitungswasser (wenn es zu heiß zum Anfassen ist!) gesammelt und gekühlt werden. Eiswürfel sind nur so sicher wie das Wasser, aus dem sie hergestellt wurden. Drinks können auch dadurch gekühlt werden, dass man das ganze Glas auf Eis platziert!

Nahrung

Nahrung, die in Ländern mit reduzierten Hygienebedingungen erworben wurde, sollte zunächst immer als potentiell infektiös betrachtet werden. Nach Möglichkeit sollte man nur frisch Gekochtes oder Geschältes zu sich nehmen. Ist man aus sozialen Gründen gezwungen, einen Salat zu essen, kann der reichliche Gebrauch von Zitronensaft oder Essig die Infektionsgefahr etwas verringern. Unpasteurisierte Milch sollte ebenfalls gekocht oder vermieden werden.
Es folgt eine kurze Gegenüberstellung einiger Nahrungsmittel und Getränke, die grundsätzlich empfehlenswert, bedenklich oder auch ganz zu vermeiden sind. Hieraus leiten sich einige Prinzipien richtiger Ernährung ab.

    Empfehlenswert sind:

  1. Alles frisch Gekochte und Gebratene (z.B. mageres, durchgebratenes Fleisch, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Suppen, auch Bohnen, Erbsen, Zwiebeln usw.)
  2. Schälbares Obst (z.B. Orangen, Bananen, Mango, Ananas, Kokosnüsse)
  3. Tee und Kaffee, fabrikmäßig hergestellte soft drinks und Mineralwasser
  4. Gewürze und Essentien (Pfeffer,Chili, Salz, Curry, Essig, Speiseöl)
    Bedenklich sind :

  1. Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte, Krabben, Krebse, Muscheln
  2. Milchprodukte aller Art (Frischmilch, Yoghurt, Käse, Quark)
  3. Tiefkühlkost (mögliche Unterbrechung der Kühlkette!)
    Ganz zu vermeiden sind:

  1. Rohes Fleisch (z.B. Tatar) oder roher Fisch (z.B. Austern)
  2. Rohe, kalte, abgestandene Speisen , Schinken, Wurst, Salate
  3. ölige oder fettige Speisen (z.B. mayonnaisehaltiger Kartoffelsalat, Eier-Sandwiches)
  4. Eiswürfel, Speiseeis, offene Kaltgetränke nicht-industrieller Herkunft
  5. In Plastikfolie verpackte Nahrungsmittel wie z.B. aufgeschnittene Früchte
Wir wünschen Ihnen einen

erholsamen und angenehmen Urlaub!