Arbeitsschutzlexikon

Kinderspielplatz

Rechtsquellen:

. Benutzen (Anwendung durch Beschäftigte) . In-Verkehr-bringen (incl. Verkauf, Vertrieb)
EU -Recht D -Recht  D -Unfallvers. EU -Recht D -Recht  D -Unfallvers.
Rahmen-Richtlinie    
Richtlinie + Gesetz  
(
SGB VII)
   
Verordnung + UVV            
sonstige Normen     GUV 16.4, GUV 16.4,
GUV 26.14
     
DIN EN 1176,
DIN EN 1177
DIN 18034

Weitere Informationsquellen:

Sicherheit auf Spielplätzen

(mg 8/2002) “Die meisten Unfälle auf Spielplätzen entstehen durch unerkannte Mängel an Spielgeräten sowie durch den verkehrten Spielplatzboden”, darauf weist der TÜV Süddeutschland hin. “Durch eine sachgemäße Wartung und Kontrolle der Spielplätze könnte das vermieden werden. Die Spielplatzverantwortlichen, wie z.B. Gemeinden, Eigentümer- und Baugesellschaften, Restaurantbesitzer oder auch Campingplatzbetreiber, haften in solchen Fällen für die Unfallfolgen; sie sind zu einer regelmäßigen Kontrolle und Wartung ihrer Anlagen verpflichtet. Wichtig ist hierbei, dass die Spielanlagen von vornherein gut geplant werden und die regelmäßigen Überprüfungen von sachkundigen und erfahrenen Personen ausgeführt werden.”
Übrigens: Wer mehr zum Thema wissen möchte, kann bei uns die komplett überarbeitete Broschüre “Sichere Kinderspielplätze” bestellen oder sich als Spielplatzträger in einem Seminar über die Grundlagen und Spielplatzsicherheit schulen lassen. Fragen Sie uns nach den Terminen unter Tel. 0391 / 597270 oder per e-mail unter info@sidiblume.de.

Spielplätze: Informationen zu Bahnschwellen, Leitungsmasten und Pfählen

Da es immer wieder vorkommt, dass in Spielplatzbereichen schadstoffbelastete Hölzer verwendet werden, möchten wir auf diesem Weg auf das Problem besonders hinweisen.
Wegen der drohenden Gesundheitsgefahr ist es verboten, Bahnschwellen, Leitungsmasten und Pfähle, die zum Holzschutz mit gefährlichen Teerölen getränkt wurden, an den privaten Bürger abzugeben und im gewerblichen Bereich nur unter strengen Bedingungen.
weitere Informationen unter: http://www.sidiblume.de/info-lex/spielplatz_bahnschwellen.html.

Nach tödlichen Spielplatzunfällen: Kinderkleidung ohne tödliche Kordeln Berlin

(dpa 7/2002) – Nach tödlichen Unfällen durch Kordeln an Kinderbekleidung führt der deutsche Textilhandel seit Montag keine Waren mit den tödlichen Schnüren mehr. Gemäß einer freiwilligen Selbstverpflichtung von Herstellern, Handel und Importeuren seien bis zum Stichtag 30. Juni dieses Jahres die entsprechenden Produkte verkauft worden, teilte Heijo Grassmeier vom Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels mit.

In der Hauptstadt hatten sich im April 2001 und März dieses Jahres zwei Kleinkinder durch Kordeln an Rutschen erhängt. Laut Grassmeier werden bis zur Kinderkonfektionsgröße 146 seit der Herbst/Winter-Kollektion 2001/02 umlaufende Kordeln durch nicht gefährdende Verschlusslösungen ersetzt. Dazu gehören unter anderem Klettbänder, Druckknöpfe, elastische Gummikordeln, nur 8 Zentimeter lange Kordeln und Kordeln mit so genannten Sollbruchstellen, die sich bei Belastung lösen. Dennoch gibt es weiterhin ein großes Gefährdungspotenzial, da es enorme Altwarenbestände in Familien sowie auf dem Second-Hand-Markt gibt. Eltern sollten daher selbst alle Kordeln und Schnüre im Halsbereich an Jacken und Pullovern ihrer Kinder entfernen. Gemeinsam mit der Kinderkommission des Deutschen Bundestages, dem Bundesministerium für Wirtschaft sowie Industrie und Handelsverbänden habe man sich mit der Selbstverpflichtung für “das schnellste, machbare und geeignete Mittel entschieden. Anders als in den USA und in einigen skandinavischen Ländern wurden in Deutschland die Schnüre nach den Unfällen nicht generell verboten. Nach Aussage von Rolf Stöckel von der Bundestags-Kinderkommission wird jedoch “eine EU-Norm” angestrebt.