Arbeitsschutzlexikon

Ersthelfer

Ersthelfer sind vom Arbeitgeber beauftragte Beschäftigte, die neben ihrer Tätigkeit eine zusätzliche Arbeitsaufgabe wahrnehmen.

Ihre Aufgabe ist es, wenn Beschäftigte bei der Arbeit Verletzungen erleiden, die ersten Sofortmaßnahmen (Erste Hilfe) einleiten bis der Rettungsdienst oder ein Arzt die Erstversorgung übernimmt.

Bestellung:

(nach § 10 ArbSchG und nach § 26 BGV A1)

  1. Bei bis zu 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfer,
  2. bei mehr als 20 anwesenden Versicherten
    1. in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 %,
    2. in sonstigen Betrieben 10 %.

Von der Zahl der Ersthelfer nach Nummer 2 kann im Einvernehmen mit der Berufsgenossenschaft unter Berücksichtigung der Organisation des betrieblichen Rettungswesens und der Gefährdung abgewichen werden.

Aufgaben:

  • Sofortige Durchführung der Erste-Hilfe-Maßnahmen und Rettung nach Unfällen

Ausbildung:

Ersthelfer sind Personen die durch

  • den Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland (ASB),
  • das Deutsche Rote Kreuz (DRK),
  • die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH),
  • den Malteser-Hilfsdienst (MHD) oder
  • bei einer berufsgenossenschaftlich anerkannten Aus- und Fortbildungsträger

in der Ersten Hilfe ausgebildet sind.

Die Ersthelfer müssen in angemessenen Zeitabständen fortgebildet werden. Für die Aus- und Fortbildung von Ersthelfern hat der Arbeitgeber zu sorgen.

Rechtsquellen:

. Benutzen (Anwendung durch Beschäftigte) .
EU -Recht D -Recht  D -Unfallvers.
Rahmen-Richtlinie 89/391/EWG  
Richtlinie + Gesetz   § 10 ArbSchG
(
SGB VII)
Verordnung + UVV     § 26 BGV A1
sonstige Normen      

 

Weitere Informationsquellen: