Arbeitsschutzlexikon

Call Center

Rechtsquellen:

. Benutzen (Anwendung durch Beschäftigte) . In-Verkehr-bringen (incl. Verkauf, Vertrieb)
EU -Recht D -Recht  D -Unfallvers. EU -Recht D -Recht  D -Unfallvers.
Rahmen-Richtlinie 89/391/EWG    
Richtlinie + Gesetz “90/270/EWG” “BildscharbV”
(
ArbSchG + SGB VII)
   
Verordnung + UVV            
sonstige Normen   “BGI 650″        

Weitere Informationsquellen:

Bundesarbeitsministerium fördert Modellvorhaben zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Call-Centern

(BMA-Pressestelle, Berlin, den 10. Oktober 2000) Zwei Modellvorhaben sollen im Rahmen seines Modellprogramms “Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen” aufzeigen, welche Gesundheitsgefährdungen den Beschäftigten in Call-Centern drohen und wie die Arbeitsbedingungen sicherheits- und gesundheitsgerecht gestaltet werden können.
Projektnehmer sind die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, den Hamburg, das den gewerblichen Bereich abdeckt und die Bergische Universität – Gesamthochschule Wuppertal, die für den Bereich der öffentlichen Verwaltung tätig sein wird.

Die Problematik liegt klar auf der Hand: Call-Center-Agenten klagen oft über Schmerzen im Schulter- und Rückenbereich, Augenbrennen und Kopfschmerzen. Der meist hohe Lärmpegel beansprucht besonders Stimme und Gehör; stark sind auch die psychomentalen Belastungen, z.B. in Form von Stress. Fluktuation und Krankenstand der Beschäftigten sind auffällig hoch. Das soll anders werden.

Zunächst wird bei beiden Modellvorhaben eine Bestandsaufnahme der besonderen Belastungen und Beanspruchungen bei Call-Center-Tätigkeiten erstellt. In einem zweiten Schritt entwickeln die Projektnehmer Lösungen zur besseren Gestaltung der Arbeitsbedingungen und erproben sie modellhaft in der Praxis.
Die Projektergebnisse und Empfehlungen in Form von Handlungsanleitungen sollen für die Fachwelt breit gestreut werden.