Arbeitsschutzlexikon

Juni 25th, 2009

hier ist das arbeits

BAuA 02/2011: neue TRGS 800 “Brandschutzmaßnahmen” und neugefasste TRGS 400

Februar 11th, 2011

TRGS 800 “Brandschutzmaßnahmen”

Die TRGS 800 gilt für Tätigkeiten mit brennbaren oder oxidierenden Gefahrstoffen, bei denen Brandgefährdungen entstehen können. Sie berücksichtigt auch die Ermittlung und Bewertung, ob die Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse bei Tätigkeiten, auch unter Berücksichtigung der stofflichen Eigenschaften, der Arbeitsmittel, der Verfahren und der Arbeitsumgebung sowie ihrer möglichen Wechselwirkungen, zu einer Brandgefährdung führen können.
Die in der TRGS 800 enthaltenden Maßnahmen dienen der Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten und Anderen sowie dem Schutz der Umwelt (z. B. vor Folgeschäden durch Brandgase, Löschmittel u.a.). Zur Erfüllung weitergehender Schutzziele wie z. B. dem Schutz von Sachwerten oder dem Schutz vor Betriebsunterbrechungen können zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein.

>> http://www.baua.de/cln_104/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/TRGS/TRGS-800.html

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Neugefasste TRGS 400 “Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen”

Die TRGS 400 beschreibt Vorgehensweisen zur Informationsermittlung und Gefährdungsbeurteilung nach § 6 GefStoffV. Sie bindet die Vorgaben der GefStoffV in den durch das Arbeitsschutzgesetz (§§ 5 und 6 ArbSchG) vorgegebenen Rahmen ein. Sie ermöglicht auch ein vereinfachtes Vorgehen bei der Gefährdungsbeurteilung, wenn für eine Tätigkeit mit Gefahrstoffen Maßnahmen als standardisierte Arbeitsverfahren zur Verfügung stehen.

>> http://www.baua.de/cln_104/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/TRGS/TRGS-400.html

BAuA: Gesamtunfallgeschehen – Unfalltote und Unfallverletzte 2009 in Deutschland

Februar 1st, 2011

Insgesamt wurden im Jahr 2009 ca. 8,09 Mio. Menschen bei Unfällen verletzt (ohne Bagatellunfälle). In der Todesursachenstatistik des Jahres 2009 werden 19.178 Unfalltote ausgewiesen. Das heißt, etwa 0,02 % der gesamten Wohnbevölkerung erleiden einen tödlichen Unfall.

Rund 49,2 % der tödlichen Arbeits- und Wegeunfälle (Statistik der gesetzlichen Unfallversicherung) sind Verkehrsunfälle einschließlich der tödlichen Schulwegunfälle.

  • Es wurden bei der Arbeit 1,03 Mio. Personen verletzt und 506 Personen erlitten einen tödlichen Unfall.
  • Im Schulbereich wurden 1,31 Mio. Schüler/Auszubildende/Studenten verletzt und 14 Personen erlagen den tödlichen Unfall (ausgenommen Verkehrunfälle).
  • Im dem Verkehr ereigneten sich 4377 tödliche Unfälle und es gab 0,4 Mio. Unfallverletzte. Innerhalb dieser Kategorie sind enthalten, Anteile aus
    - dem Arbeitsbereich – 491 tödliche Unfälle und 0,13 Mio. Unfallverletzte – und
    - dem Schulbereich – 45 tödliche Unfälle und 0,06 Mio. Unfallverletzte-.

Im Hausbereich wurden 7.030 tödliche Unfälle und 2,73 Mio Unfallverletzte gezählt sowie im Freizeitbereich waren es 6.754 Unfalltote und 2,63 Mio. Unfallverletzte. 497 Unfalltote konnten keinem Bereich/Kategorie zu geordnet werden.

>> http://www.baua.de/cln_104/de/Informationen-fuer-die-Praxis/Statistiken/Unfaelle/Gesamtunfallgeschehen/Gesamtunfallgeschehen.html

BAuA 01/2011: Neue ASR A4.3 “Erste-Hilfe-Räume, Mittel und Einrichtung zur Ersten Hilfe”, TRBA 220 und TRBA 240

Januar 20th, 2011

Arbeitsschutzmanagement (1/6) – Gründe für seine Einführung

Januar 19th, 2011
Artikel-Übersicht


  1. Einführung
  2. Vorteile eines AMS
  3. Entscheidung zum AMS
  4. Schritte zur Einführung
  5. Fragenkatalog zur Bestandsaufnahme
  6. Ausblick und Quellen

Autor | Dipl. Ing Mathias Glawe,
ist Sicherheitsingenieur und verantwortlich für die Bereiche Arbeitsschutzmanagement und SiGe-Planung.

Hohe Flexibilität, dynamische Märkte, steigender Kostendruck und zunehmende Globalisierung führten in den vergangenen Jahren zu Veränderungen des Umfeldes kleiner und mittelständischer Unternehmen, die eine immer schnellere Anpassung der Betriebsstruktur und Betriebsorganisation forderten. Dieser Wandel stellt auch an den betrieblichen Arbeitsschutz erhöhte Anforderungen. Dabei scheiden sich bei dieser Thematik sich vielfach die Geister. Die Palette der Meinungen reicht von strikter Ablehnung über notwendiges, lästiges Übel bis hin zu vollster Unterstützung. Eine mangelnde Akzeptanz resultiert u.a. daraus, dass sich der Nutzen von Schutzmaßnahmen für den Unternehmer oftmals nicht gleich in barer Münze erkennen lässt. Arbeitsschutz wird dann als bürokratisches Hemmnis empfunden, Maßnahmen deshalb nicht getroffen oder umgangen. Und wenn dabei kein Unfall passiert, fühlt man sich darin bestätigt, dass die Maßnahmen nur Zeit und Geld gekostet hätten, obwohl es auch ohne sie ging.

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Arbeitsschutzmanagement (2/6)- Vorteile eines AMS

Januar 19th, 2011
Artikel-Übersicht


  1. Einführung
  2. Vorteile eines AMS
  3. Entscheidung zum AMS
  4. Schritte zur Einführung
  5. Fragenkatalog zur Bestandsaufnahme
  6. Ausblick und Quellen

Autor | Dipl. Ing Mathias Glawe,
ist Sicherheitsingenieur und verantwortlich für die Bereiche Arbeitsschutzmanagement und SiGe-Planung.

Mit einem geeigneten Managementsystem als Ausdruck eines organisierten betrieblichen Arbeitsschutzes kann sich der Unternehmer mehrere Vorteile verschaffen:

Rechtssicherheit

Der oftmals arg strapazierte Begriff der Rechtssicherheit hat in Bezug auf die betriebliche Arbeitsschutzorganisation seine Berechtigung. Nach dem Arbeitsschutzgesetz ist der Unternehmer für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz seiner Beschäftigten bei der Arbeit verantwortlich. In kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stehen ihm dafür, anders als in großen Unternehmen, keine eigenständigen betrieblichen Organisationseinheiten zur Verfügung. Die Vielzahl der geltenden und sich derzeit stark ändernden Arbeitsschutzvorschriften machen es einem Unternehmer fast unmöglich, den Überblick über die für seinen Betrieb zutreffenden Regelungen zu behalten.
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Arbeitsschutzmanagement (3/6) – Entscheidung zum AMS

Januar 19th, 2011
Artikel-Übersicht


  1. Einführung
  2. Vorteile eines AMS
  3. Entscheidung zum AMS
  4. Schritte zur Einführung
  5. Fragenkatalog zur Bestandsaufnahme
  6. Ausblick und Quellen

Autor | Dipl. Ing Mathias Glawe,
ist Sicherheitsingenieur und verantwortlich für die Bereiche Arbeitsschutzmanagement und SiGe-Planung.

Trotz aller Vorteile, die ein Arbeitsschutzmanagement bietet, ist dessen Einführung eine freiwillige unternehmerische Entscheidung. Wenn das System funktionieren soll, muss es auch gewollt sein – und zwar mit allen Konsequenzen. Halbherzige Entscheidungen, um bestimmten externen Forderungen genüge zu tun, werden ein AMS nicht aufrecht erhalten. Ohne die erklärte Bereitschaft des Unternehmers, das AMS einzuführen und umzusetzen, nützt auch das beste System nichts. Ziel sollte sein, Arbeitsschutz nicht als lästiges Beiwerk zu betrachten, sondern betriebswirtschaftliche und soziale Vorteile zu erkennen, um Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten konsequent in die bestehende Betriebsorganisation zu integrieren.



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Arbeitsschutzmanagement (4/6) – Schritte zur Einführung

Januar 19th, 2011
Artikel-Übersicht


  1. Einführung
  2. Vorteile eines AMS
  3. Entscheidung zum AMS
  4. Schritte zur Einführung
  5. Fragenkatalog zur Bestandsaufnahme
  6. Ausblick und Quellen

Autor | Dipl. Ing Mathias Glawe,
ist Sicherheitsingenieur und verantwortlich für die Bereiche Arbeitsschutzmanagement und SiGe-Planung.

Unabhängig von den verschiedenen Managementsystemen kann man, basierend auf dem Nationalen Leitfaden für Arbeitsschutzmanagementsysteme, eine grundsätzliche Verfahrenweise zur Einführung eines AMS aufzeigen. [9]

Ist die Entscheidung zugunsten der Einführung eines AMS gefallen, wird zunächst eine Ausgangsanalyse durchgeführt. Dabei sollte man sich bitte nicht von der scheinbaren Fülle von Anforderungen des Arbeitsschutzes abschrecken lassen. Viele Regelungen sind bei näherer Betrachtung leichter verständlich als angenommen. Und an einigen Stellen wird man sagen: „Das machen wir doch schon jahrelang so.“ Das ist umso besser. Mit einem AMS gibt man diesen Vorgängen nun aber auch den systematischen Rahmen. Anhand der Beantwortung eines geeigneten Fragekatalogs lässt sich erkennen, wie sich die Ist-Situation der betrieblichen Arbeitsschutzorganisation darstellt [10].

Im Rahmen der Ausgangsanalyse sind auch die bisher erarbeiteten Dokumente, wie z.B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen und Unterweisungsnachweise zusammen zu tragen, bzw. es ist zu dokumentieren, wo diese im Unternehmen zu finden sind.



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Arbeitsschutzmanagement (5/6) – Bestandsaufnahme

Januar 19th, 2011
Artikel-Übersicht


  1. Einführung
  2. Vorteile eines AMS
  3. Entscheidung zum AMS
  4. Schritte zur Einführung
  5. Fragenkatalog zur Bestandsaufnahme
  6. Ausblick und Quellen

Autor | Dipl. Ing Mathias Glawe,
ist Sicherheitsingenieur und verantwortlich für die Bereiche Arbeitsschutzmanagement und SiGe-Planung.

Ist die Entscheidung zugunsten der Einführung eines AMS gefallen, wird zunächst eine Ausgangsanalyse durchgeführt. Dabei sollte man sich bitte nicht von der scheinbaren Fülle von Anforderungen des Arbeitsschutzes abschrecken lassen. Viele Regelungen sind bei näherer Betrachtung leichter verständlich als angenommen. Und an einigen Stellen wird man sagen: „Das machen wir doch schon jahrelang so.“ Das ist umso besser. Mit einem AMS gibt man diesen Vorgängen nun aber auch den systematischen Rahmen. Anhand der Beantwortung eines geeigneten Fragekatalogs lässt sich erkennen, wie sich die Ist-Situation der betrieblichen Arbeitsschutzorganisation darstellt [10].



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Arbeitsschutzmanagement (6/6) – Ausblick und Quellen

Januar 19th, 2011
Artikel-Übersicht


  1. Einführung
  2. Vorteile eines AMS
  3. Entscheidung zum AMS
  4. Schritte zur Einführung
  5. Fragenkatalog zur Bestandsaufnahme
  6. Ausblick und Quellen

Autor | Dipl. Ing Mathias Glawe,
ist Sicherheitsingenieur und verantwortlich für die Bereiche Arbeitsschutzmanagement und SiGe-Planung.

Ausblick

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass dem systematisch organisierten Betrieb die Zukunft gehört. Der Wegfall konkreter Vorgaben durch den Gesetzgeber zugunster flexibler Schutzziele wird in den nächsten Jahren bei vielen Unternehmen noch erhebliche Fragen aufwerfen. Wer bereits jetzt im Zuge eines Arbeitsschutzmanagements rechtskonforme eigene Regeln für seinen Betrieb setzt, hat frühzeitig dafür die passenden Antworten parat.


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BAuA 12/2010: TRGS 510 “Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern” veröffentlicht

Dezember 17th, 2010

Die TRGS 510 gilt für das Lagern von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern einschließlich folgender Tätigkeiten

  1. Ein- und Auslagern,
  2. Transportieren innerhalb des Lagers und
  3. Beseitigen freigesetzter Gefahrstoffe.

Anlagen zur TRGS 510:

  • Ergänzende Hinweise zur Gefährdungsbeurteilung
  • Lagerung von bestimmten Gefahrstoffen in Verkaufsräumen und bewohnten Gebäuden
  • Lagerung entzündbarer Flüssigkeiten in Sicherheitsschränken in Arbeitsräumen
  • Beschreibung der Lagerklassen
  • Vorgehensweise zur Festlegung der Lagerklassen (Zuordnungsleitfaden)
  • Sicherheitstechnische Anforderungen an ortsfeste Löschwasser-Rückhalteeinrichtungen in Lägern für entzündbare Flüssigkeiten
  • Lüftung und Vorschriften zum Explosionsschutz bei der Lagerung entzündlicher Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt ≤ 55°C
  • Sehr reaktionsfähige oxidierende / brandfördernde Stoffe
  • Maßnahmen bei der Lagerung von Gefahrstoffen bis zu 50 kg (Kleinmengenregelung)

Neue Gefahrstoffverordnung am 1. Dezember 2010 in Kraft getreten

Dezember 10th, 2010

Mit der Verkündung der Verordnung zur Neufassung der Gefahrstoffverordnung und zur Änderung sprengstoffrechtlicher Verordnungen (BGBl. 2010 Teil 1 Seite 1643)  tritt die neue Gefahrstoffverordnung am 1. Dezember 2010 in Kraft. Durch diese Verordnung wurden unter anderem die Betriebssicherheitsverordnung, der Anhang Teil 1 der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge, die Anlage 2 der Verordnung zum Schutz der Mütter am Arbeitsplatz und die Chemikalien-Verbotsvordnung an die neue Gefahrstoffverordnung angepasst.

>> http://www.sidiblume.de/info-rom/bgbl2/2010s1643.htm

Neue DIN-Norm für Flucht- und Rettungspläne

Dezember 10th, 2010

Die DIN ISO 23601:2010-12 ersetzt die DIN 4844-3:2003-09. Gegenüber DIN 4844-3:2003-09 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
1. farbliche Kennzeichnung des Standortes des Betrachters geändert (blau);
2. farbliche Unterscheidung der horizontalen und vertikalen Fluchtwege entfallen (hellgrün);
3. abhängig von der Ausdehnung einer baulichen Anlage neue Mindestmaßstäbe für die Pläne festgelegt;
4. Plangröße für Aushänge in einzelnen Räumen festgelegt;
5. Regeln für das Verhalten im Brandfall und bei Unfällen auch separat in der Nähe der Pläne zulässig (keine Kurzfassung der DIN 14096-A);
6. Festlegungen zum Anbringungsort der Pläne aufgenommen;
7. Darstellung der beispielhaften Musterpläne im informativen Anhang A geändert.

Zitat aus dem nationalen Vorwort der DIN ISO 23601:
“… Die Norm enthält die internationalen Sicherheitszeichen nach ISO 7010, die z. T. von denen der DIN 4844-2:2001-02 und ASR A1.3 (Ausgabe 2007-04) abweichen. Es ist vorgesehen, auch in Deutschland die Sicherheitszeichen der ISO 7010 zu übernehmen und die DIN 4844-2 und ASR A1.3 entsprechend zu überarbeiten. Solange die Übernahme der Sicherheitszeichen nach ISO 7010 nicht erfolgt ist, gelten die Sicherheitszeichen nach DIN 4844-2:2001-02 und ASR A1.3 (Ausgabe 2007-04). …”

Unter Abschnitt 5 “Gestaltungsgrundlagen” der DIN ISO 23601 ist der Grundsatz zu berücksichtigen:
“… d) Alle Flucht- und Rettungspläne einer baulichen Anlage müssen einheitlich im Layout dargestellt werden.”

BAuA 08/2010: Neue und geänderteTechnische Regeln für Gefahrstoffe

August 6th, 2010
  • Geänderte und ergänzte TRGS 200: Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen, Zubereitungen und Erzeugnissen
  • berichtigte TRGS 524: Schutzmaßnahmen für Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen
  • neue TRGS 558: Tätigkeiten mit Hochtemperaturwolle
  • berichtigte TRGS 900: Arbeitsplatzgrenzwerte
  • berichtigte Bekanntmachung zu Gefahrstoffen 910: Risikowerte und Exposition-Risiko-Beziehungen für Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen (Bekanntmachung 910)

DGUV Vorschrift 2 “Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit” tritt am 1.1.2011 in Kraft

Juli 28th, 2010

Mit der zum 1. Januar 2011 in Kraft tretenden Unfallverhütungsvorschrift “Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit” – DGUV Vorschrift 2 – wird der Reformprozess zur betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung der Betriebe vorläufig abgeschlossen. Erstmalig wird von Berufsgenossenschaften und UV-Trägern der öffentlichen Hand ein gleichlautendes und aufeinander abgestimmtes Regelwerk zur Konkretisierung des Arbeitssicherheitsgesetzes eingeführt werden.

Weitere Information über das DGUV Forum…

Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (OStrV) seit 27. Juli 2010 in Kraft getreten

Juli 27th, 2010

Die Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (OStrV) ist durch die  Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie 2006/25/EG zum Schutz der Arbeitnehmer vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung und zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen (BGBl. 2010 Teil I Seite 960) am 27. Juli 2010 in Kraft getreten. Damit wurden die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge, die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung und die Arbeitsstättenverordnung geändert.

Sehr umfangreich wurde die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) geändert. Durch den neuen § 3 ArbStättV ist eine Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsstätte durchzuführen. Der alte § 3 wurde zum § 3a. Im § 3a wurde für das Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten der “Stand der Technik und insbesondere … bekannte gemachte Regeln und Erkenntnisse” aufgenommen. Gemäß § 8 Absatz 2 wurde die Gültigkeit der alten Arbeitsstättenregeln (ASR 1975) bis zum 31. Dezember 2012 verlängert, wenn diese nicht durch die neuen ASR ersetzt wurden. Der § 9 “Straftaten und Ordnungswidrigkeiten” wurde neu in die Arbeitsstättenverordnung aufgenommen.

PM: Besuch chinesischer Ingenieurdelegation

Juli 14th, 2010

(Pressemitteilung BLUME 2010 Nr1 vom 10.07.2010)

Im Rahmen einer Fachstudienreise von Vertretern des Pekinger Bureau of Quality and Technical Supervision waren sechs Leitende chinesische Ingenieure am 10.07.2010 zu Gast im Magdeburger Ingenieurbüro für Arbeitssicherheit SIDI BLUME.
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Oktober 5th, 2009

Wichtiger Hinweis:
F

Temperatur

April 9th, 2009

  •  Abhängig von der Schwere der Arbeitsaufgabe (siehe ASR 6) Im Allgemeinen: mind. +18 °C (zum Arbeitsbeginn) so weit möglich nicht mehr als +26°C Pausen-, Bereitschafts-, Liege-, Sanitär- und Sanitätsräumen: +21 °CWaschräume (während der Nutzungsdauer):  +24 °C

Kein Recht auf “Hitzefrei”: Tipps für heiße Tage

(BAuA / News / Pressemitteilungen104/03 vom 11. August 2003) An heißen Sommertagen kann es schnell vorkommen, dass in Arbeitsräumen wie Büros, Ladengeschäften oder auch in Werkstätten die Lufttemperaturen auf “unzuträgliche” Werte über +26°C ansteigen und die Mitarbeiter unter der Hitze zu leiden haben – sinkende Leistungsfähigkeit und Arbeitslust, Müdigkeit und Konzentrationsschwächen bis hin zu einer vermehrten Schweißabgabe und Herz-Kreislaufbelastungen sind die Folge. “Auch belegen Studien ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko”, erläutert Dr. Kersten Bux von der Bundesanstalt für Arbeitschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Die Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 6 Raumtemperaturen vom Mai 2001 legt in Pos. 3.3 fest, dass “die Lufttemperatur in Arbeitsräumen +26°C nicht überschreiten soll”. Dieser Wert bezieht sich jedoch nur auf Temperatureinflüsse durch Betriebsanlagen (z.B. Heizung, Maschinen, Beleuchtung u. a.), um eine für die Gesundheit der Beschäftigten schädliche Überhitzung der Raumluft zu vermeiden. Der oben beschriebene “Sommerfall” wird zusätzlich in der ASR 6 Pos. 3.3 mit einem Nachsatz derart geregelt, dass “bei darüber liegender Außentemperatur in Ausnahmefällen die Lufttemperatur höher sein darf.” Hier gibt es demnach für die Beschäftigten keinen Rechtsanspruch auf klimatisierte Räume oder “Hitzefrei”. Arbeitgeber und Beschäftigte müssen im gegenseitigen Einvernehmen durch geeignete Maßnahmen die Situation meistern. Verschiedene organisatorische und technische Maßnahmen aber auch das persönliche Verhalten jedes einzelnen können dazu beitragen.

Einige Empfehlungen der BAuA für den “Sommerfall”:

  • Arbeits-, Arbeitszeit- und Pausenregime sollten im Rahmen des technologisch oder betriebsbedingt Möglichen an die Situation angepasst werden: Z. B. schwere körperliche Arbeit in den heißen Stunden vermeiden, früher mit der Arbeit beginnen, zusätzliche kurze Pausen von ca. zehn Minuten einlegen und ggf. mit einem Aufenthalt oder leichter Tätigkeit in kühleren Bereichen verbinden, Nutzung von Gleitzeitregelungen zur Arbeitszeitverlagerung.
  • Rücksichtnahme auf besondere Personengruppen wie werdende oder stillende Mütter, Frauen an Steharbeitsplätzen, ältere und gesundheitlich gefährdete Arbeitnehmer.
  • Nachtabkühlung nutzen: Für eine intensive Durchlüftung der Räume sorgen und zwar in den Nachtstunden oder – falls die Fenster aus Sicherheitsgründen nicht über Nacht aufstehen dürfen – in den frühen Morgenstunden.
  • Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung: Sehr wirkungsvoll sind z. B. Außenjalousien und Markisen, kein unnötiger Aufenthalt in der Sonne oder entsprechende Sonnenschutzmittel (Cremes, Hut) verwenden.
  • Ausreichend Trinken: Rechtzeitig und ausreichend trinken. Ein Erwachsener benötigt im Normalfall ca. 2 – 2,5 Liter Flüssigkeit pro Tag. An heißen Tagen gilt nicht zu viel auf einmal trinken, sehr kalte Getränke (Eiswürfel) vermeiden oder nur in geringen Mengen und in kleinen Schlucken zu sich nehmen. Alkohol- und koffeinhaltige Getränke fördern den Wasserverlust des Körpers, also diese meiden, geeignete Getränke sind dagegen: Trink- und Mineralwasser (nur wenig Kohlensäure), ungesüßter Kräutertee.
  • Bewusst Essen: Keine schweren und reichhaltigen Mahlzeiten einnehmen, geeignet sind Obst- und Gemüsesalate, Kaltschale oder einmal nur eine halbe Portion verlangen.
  • Bekleidung anpassen: Helle lockere Kleidung, leichtes Schuhwerk, “Krawattenzwang” aussetzen.
  • Einsatz von Klimaanlagen: Bei Außentemperaturen von über +32°C soll ein Temperaturabstand von ca. 6°C zur Raumlufttemperatur eingestellt werden, sonst besteht beim Gang ins Freie die Gefahr eines Hitzeschocks.
  • Mobile Klimageräte oder Raumluftbefeuchter können in Extremfällen eingesetzt werden, hier sind die damit verbundenen Anschaffungs- und Betriebskosten zu beachten. Auch können Geräuschbelästigungen entstehen und an den Luftauslässen besteht die Gefahr, dass Zugluft erzeugt wird. Eine Erkältung oder ein “steifer Hals” sind dann nicht ausgeschlossen.

(siehe auch Urteile zu Arbeitsbedingungen/ArbeitsstätteZulässige Raumtemperaturen in Gewerberäumen“)

Zuständigkeit

März 27th, 2009

Zuständigkeit (Kompetenz) ist die Berechtigung und Verpflichtung der Wahrnehmung einer Aufgabe.

Wehrdienstleistende

März 27th, 2009

Die Wehrpflichtigen stehen meistens in einem Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis. Die Rechtsfolgen, die sich aus dem Ableisten des Wehrdienstes ergeben, werden im Arbeitsplatzschutzgesetz (ArbPlSchG) geregelt.
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Vogelgrippe

März 27th, 2009

Die Vogelgrippe ist eine seit über 100 Jahren bekannte Erkrankung bei Vögeln, die weltweit verbreitet ist. Sie wird vom Influenza-A-Virus verursacht, das in 16 Unterarten (sog. H-Subtypen) vorkommt. Sie befällt Wildvögel, Ziervögel und Geflügel in Tierhaltung, hier vor allem Hühner und Puten. Seit 2003 breitet sich die Vogelgrippe in Asien aus. Die Übertragung vom Tier auf den Menschen kam bisher fast ausschließlich bei engem Kontakt zu infizierten Tieren vor. Seit Ende 2003 traten in Thailand, Vietnam, Kambodscha und in Indonesien einzelne Erkrankungen beim Menschen auf, zuletzt mit zunehmender Tendenz. Mittlerweile ist die Vogelgrippe in Europa angekommen.

Seit 1997 ist bekannt, dass bei intensivem Kontakt mit erkrankten Tieren Vogelgrippeviren auch auf den Menschen übertragbar sind. Das Virus findet sich in Sekreten der Atemwege der Vögel. Es ist aber vor allem im Kot infizierten Geflügels konzentriert. Die Übertragung auf den Menschen findet vermutlich hauptsächlich durch Inhalation virushaltiger Staubteilchen bzw. durch Tierkontakt bei mangelnder Händehygiene statt. In wenigen Fällen wird die Übertragung durch den Genuss roher Geflügelgerichte erklärt.

Menschen werden insgesamt gesehen nur sehr selten von Vogel-Influenzaviren infiziert. Infektionen konnten jedoch bei mangelnder Händehygiene oder der Inhalation erregerhaltiger Stäube beobachtet werden. Übertragungen von Mensch zu Mensch ohne Tierkontakt wurden bisher noch nicht beschrieben.

Das Risiko, sich mit dem Geflügelpestvirus durch erkranktes Geflügel zu infizieren, ist für Menschen sehr gering, sollte aufgrund bisheriger Beobachtungen aber ernst genommen werden.

Eine Gefährdung von Beschäftigten würde sich bei Auftreten von Fällen der Vogelgrippe in Deutschland nach bisherigen Erkenntnissen bei einem direkten Kontakt mit infizierten Tieren und kontaminierten Produkten bzw. Materialien ergeben.

Tätigkeiten mit einer derartigen Gefährdung sind insbesondere möglich

  • in der Geflügelhaltung
  • in der Veterinärmedizin
  • bei der Tötung von Geflügel
  • bei der Tierkörperbeseitigung
  • bei Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten in kontaminierten Bereichen.

Bei gefährdeten Personen muss ein ungeschützter Kontakt mit erkrankten Tieren durch geeignete Schutzkleidung, Schutzhandschuhe und Schutzbrille vermieden werden. Soweit Aerosolbildung nicht vermieden werden kann, ist Atemschutz erforderlich.

Die Vogelgrippe beim Menschen beginnt etwa zwei bis fünf Tage nach der Ansteckung und verläuft ähnlich einer schweren Grippe mit hohem Fieber, Kopf- und Halsschmerzen, Husten, Gliederbeschwerden und Lungenentzündung. Etwa die Hälfte der Kranken leiden unter Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen können hinzukommen. Als Komplikation tritt häufig ein Lungenversagen auf. Etwa die Hälfte der Kranken starben bisher.

Für die Gefährdungsbeurteilung nach BiostoffV steht ein Biostoff-Datenblatt zur Verfügung, dass als pdf-datei herunter geladen werden kann.

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Vertrag

März 27th, 2009

Vertrag ist ein zweiseitiges Rechtsgeschäft, das grundsätzlich durch zwei sich deckende bzw. einander wechselseitig entsprechende Willenserklärung zustande kommt. (§ 151 BGB)

  • Dienstvertrag:
    Dienstvertrag (§§ 611 – 630 BGB) ist ein gegenseitiger Vertrag, in welchem sich der eine Teil (Dienstverpflichteter) zur Leistung von vereinbarten Diensten irgendeiner Art, der andere Teil (Dienstberechtigter, Dienstherr) zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichtet. Unterfall des Dienstvertrags ist der Arbeitsvertrag. Im Gegensatz zum Werkvertrag kommt es beim Dienstvertrag auf einen Erfolg nicht an. Der Dienstvertrag endet vor allem durch Kündigung (Arbeitsvertrag – Kündigung erfordert die Schriftform).
  • Werkvertrag:
    Werkvertrag (§ 631 BGB) ist ein gegenseitiger Vertrag, in dem sich der eine Teil (Unternehmer, Hersteller) zur Herstellung eines Werkes, der andere Teil (Besteller) zur Entrichtung einer Vergütung verpflichtet (z.B. Bau eines Hauses). Wesentlich ist hierbei, dass der Unternehmer nicht nur ein tun schuldet, sondern einen Erfolg und damit das Risiko des Eintretens oder Ausbleibens des Erfolges trägt. Das Werk ist mangelfrei herzustellen (§§ 631, 633, 636 BGB). Andernfalls hat der Besteller ein Recht auf Nachbesserung, evtl. Wandlung, Minderung oder Schadensersatz. Der Besteller muss das mangelfreie Werk abnehmen.

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Versicherte

März 27th, 2009

im Sinne § 2 7.Buch Sozialgesetzbuch -Gesetzliche Unfallversicherung- (SGB VII)

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Verhaltensregeln bei drohenden Gasexplosionen

März 27th, 2009

(mg 12/1999) In der jüngsten Vergangenheit kam es zu mehreren schweren Gasexplosionen in Wohnhäusern. So starben beispielsweise in Hänigsen bei Hannover 6 Menschen, weil Arbeiter die Gasleitung des Gebäudes beschädigten und statt die Bewohner zu warnen, zunächst das Energieversorgungsunternehmen informierten. Deshalb sei an dieser Stelle noch einmal auf die wichtigsten Verhaltensregeln im Gefahrfall hingewiesen:

  • Funkenbildung vermeiden (Motoren abstellen)
  • Keine elektrischen Anlagen und Betriebsmittel bedienen
  • Gefahrenbereich absichern
  • Anwohner informieren (Nicht klingeln!)
  • Angrenzende Bereiche auf Gasgeruch prüfen
  • Gasversorger (ggf. Feuerwehr/Rettungsdienst) benachrichtigen
  • Weitere Maßnahmen mit dem Versorgungsunternehmen abstimmen!
  • Arbeiten erst nach Freigabe durch das Gasversorgungsunternehmen wieder aufnehmen

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Verantwortlliche für die Verkehrssicherung

März 27th, 2009

(Ausbildung gemäß ZTV-SA und MVAS 99)

Ausgangssituation

Arbeitsstellen im öffentlichen Verkehrsraum sind Gefahrquellen nicht nur für Verkehrsteilnehmer, sondern auch für Beschäftigte der beteiligten Unternehmen. Deshalb sind für die Arbeiten besondere Sicherungsmaßnahmen erforderlich.

Die richtige Durchführung dieser Maßnahmen ist in Vorschriften Normen eindeutig geregelt, wird aber in der Praxis oftmals nur mangelhaft umgesetzt. Und das mit zum Teil verheerenden Folgen.
Wichtige Grundlagen sind die Richtlinie für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen (RSA) und die ZTV-SA (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen…). Sie gelten für jedes Unternehmen, dass den öffentlichen Verkehrsraum für Arbeiten nutzt.

Die neue Situation

Seit dem 01.01.2001 gelten für die Planung und Ausführung von Verkehrssicherungsarbeiten an Straßenbaustellen erhöhte Anforderungen. Unternehmen die sich um Aufträge zur Verkehrssicherung bewerben, müssen dafür einen Verantwortlichen benennen, der eine entsprechende Qualifikation nachweisen muss.

Der Nachweis

Der Nachweis über die Eignung und Qualifikation der Verantwortlichen für die Verkehrssicherung wird durch den Besuch dieser Schulungsveranstaltung geführt. (Amtliches Rundschreiben Straßenbau des BMVBW )

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Urteile: Versicherte Tätigkeit

März 27th, 2009

(Arbeitsgerichtsurteile zum Begriff “versicherte Tätigkeit”)
Versicherte Tätigkeiten sind auch

  1. das Zurücklegen des mit der versicherten Tätigkeit zusammenhängenden unmittelbaren Weges nach und von dem Ort der Tätigkeit,
  2. das Zurücklegen des von einem unmittelbaren Weg nach und von dem Ort der Tätigkeit abweichenden Weges, um ) Kinder von Versicherten (§ 56 des Ersten Buches Sozialgesetzbuch), die mit ihnen in einem gemeinsamen Haushalt leben, wegen ihrer oder ihrer Ehegatten beruflichen Tätigkeit fremder Obhut anzuvertrauen oder) mit anderen Berufstätigen oder Versicherten gemeinsam ein Fahrzeug zu benutzen,
  3. das Zurücklegen des von einem unmittelbaren Weg nach und von dem Ort der Tätigkeit abweichenden Weges der Kinder von Personen (§ 56 des Ersten Buches Sozialgesetzbuch), die mit ihnen in einem gemeinsamen Haushalt leben, wenn die Abweichung darauf beruht, dass die Kinder wegen der beruflichen Tätigkeit dieser Personen oder deren Ehegatten fremder Obhut anvertraut werden,
  4. das Zurücklegen des mit der versicherten Tätigkeit zusammenhängenden Weges von und nach der ständigen Familienwohnung, wenn die Versicherten wegen der Entfernung ihrer Familienwohnung von dem Ort der Tätigkeit an diesem oder in dessen Nähe eine Unterkunft haben,
  5. das mit einer versicherten Tätigkeit zusammenhängende Verwahren, Befördern, Instandhalten und Erneuern eines Arbeitsgeräts oder einer Schutzausrüstung sowie deren Erstbeschaffung, wenn diese auf Veranlassung der Unternehmer erfolgt.

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Urteile: Urlaub

März 27th, 2009

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Urteile: Teilzeitarbeit

März 27th, 2009

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Urteile: Schüler-Unfallversicherung

März 27th, 2009

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Urteile: Mutterschutz

März 27th, 2009

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Urteile: Lärm

März 27th, 2009

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Urteile: Internet

März 27th, 2009

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Urteile: “Personen im Heimarbeitsverhältnis”

März 27th, 2009

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Urteil: Haftung von Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren (SiGeKo)

März 27th, 2009

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Urteile: Haftung-Bauherr

März 27th, 2009

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Urteile: “Tätigkeit als Betriebsrat”

März 27th, 2009

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Urteile: Betriebsarzt

März 27th, 2009

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Urteile: Betrieb

März 27th, 2009

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Urteile: Beschäftige – Verkehr

März 27th, 2009

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Urteile: Beschäftigte

März 27th, 2009

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Urteile: Berufsunfähigkeit

März 27th, 2009

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Urteile: Berufsausbildung

März 27th, 2009

Die Berufsausbildung ist eine umfassende Ausbildung, die sich in eine breit angelegten berufliche Grundausbildung (Berufsschule) und in einer Vermittlung von fachlichern Fähigkeiten und Kenntnisse (Ausbildungsbetrieb) gliedert.
Die Eltern, als gesetzliche Vertreter von minderjährigen Auszubildenden, sollten die Eignung und Neigung des Minderjährigen berücksichtigen.
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Urteile: Arbeitszeugnis

März 27th, 2009

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Urteile: Arbeitszeit

März 27th, 2009

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Urteile: Arbeitsvertrag

März 27th, 2009

Dienstvertrag (§§ 611 – 630 BGB) ist ein gegenseitiger Vertrag, in welchem sich der eine Teil (Dienstverpflichteter) zur Leistung von vereinbarten Diensten irgendeiner Art, der andere Teil (Dienstberechtigter, Dienstherr) zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichtet. Unterfall des Dienstvertrags ist der Arbeitsvertrag. Im Gegensatz zum Werkvertrag kommt es beim Dienstvertrag auf einen Erfolg nicht an. Der Dienstvertrag endet vor allem durch Kündigung (Arbeitsvertrag – Kündigung erfordert die Schriftform).
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Urteile: Arbeitsunfähigkeit

März 27th, 2009

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Urteile: Arbeitsbedingungen

März 27th, 2009

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Urteile: “Rente” im Zusammenhang mit dem vorhergehenden Arbeitsverhältnis

März 27th, 2009

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Urteile: Arbeitgeber

März 27th, 2009

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Urteile: An-Bestellung

März 27th, 2009

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Urlaub-Vorbereitungstipps

März 27th, 2009
Einige Tipps sollen Ihnen helfen, sicher und gesund durch die Urlaubszeit zu kommen.

Allgemeines

Bereiten Sie sich auf Ihren Urlaub vor. Holen Sie Informationen über Land und Leute sowie deren Sitten und Lebensumstände ein. Denken Sie auch an sich selbst und die Mitreisenden: Informieren Sie sich über Impfungen (siehe unten) und nehmen Sie, wenn erforderlich, Medikamente mit an den Urlaubsort. Tun Sie sich in Ihrem Urlaub etwas Gutes und vermeiden Sie Stress und Hektik wo immer es geht.

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Urlaub

März 27th, 2009

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Unternehmer

März 27th, 2009

(siehe § 14 BGB)
Unternehmer ist, wer selbständig mittels einer auf Dauer angelegten organisierten Wirtschafteinheit anderen Marktteilnehmern wirtschaftlich werthafte Leistungen anbietet. Der Unternehmer kann eine natürliche oder eine juristische Person sein. Er kann Einzelperson oder Verbandsperson (Gesellschaft) sein.

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Unternehmen

März 27th, 2009

Ein Unternehmen ist die organisatorische Einheit, die unter dem Zweck der Gewinnerzielung steht. Zu einem Unternehmen können mehrere Betriebe gehören.
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Unterlagen – Spätere Arbeit

März 27th, 2009

Nach der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (BaustellV) hat der Koordinator (SiGeKo) eine Unterlage zusammenzustellen.
Damit sollen insbesondere:

  • Gefährdungen der Sicherheit und Gesundheit für die mit späteren Arbeiten an der baulichen Anlage Beschäftigten reduziert und
  • Improvisationen und Informationsdefizite bei späteren Arbeiten an der baulichen Anlage und dadurch bedingte Störungen, Sachschäden und Unfälle vermieden werden.

Mit der Unterlage schafft der Bauherr/Koordinator eine Voraussetzung für die sicherheits- und gesundheitsgerechte Gestaltung der späteren Arbeiten und damit auch für eine langfristig wirtschaftliche Nutzung und Instandhaltung der baulichen Anlage.

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Unfallversicherung im Ausland

März 27th, 2009

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Unfallverhüttungsvorschrift

März 27th, 2009

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Unfallanzeige

März 27th, 2009

DOWNLOAD: Formular: doc-Format (600 kB)

Wann ist eine Unfallanzeige zu erstatten?


Hat ein Arbeitsunfall oder ein “Wegeunfall” (z. B. Unfall auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 3 Kalendertagen oder den Tod eines Versicherten zur Folge, muss eine Unfallanzeige erstattet werden.

Wer hat die Unfallanzeige zu erstatten?

Anzeigepflichtig ist der Arbeitgeber oder sein Stellvertreter.

Wer hat die Unfallanzeige zu unterschreiben?

Unterschreiben müssen — der Arbeitgeber oder sein Stellvertreter — der Betriebs- oder Personalrat (sollte ein Betriebs- oder Personalrat nicht bestehen, muss dies vermerkt werden) — der Sicherheitsbeauftragte.

In welcher Anzahl und wohin ist sie zu senden?

2 Exemplare – der Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaft)
1 Exemplar – die Gewerbeaufsicht
1 Exemplar – der Arbeitgeber für seine Unterlagen
1 Exemplar – der Betriebsrat (Personalrat)
Sofern der/die Versicherte eine Durchschrift oder Kopie der Anzeige wünscht, bitten wir Sie, ihm/ihr diese auszuhändigen. Ihr/e Mitarbeiter/in hat gemäß § 193 Abs. 4 Siebtes Buch Sozialgesetzbuch einen Anspruch darauf.

Innerhalb welcher Frist muss die Unfallanzeige erstattet werden?

Die Anzeige ist binnen 3 Tagen zu erstatten, nachdem der Arbeitgeber von dem Unfall Kenntnis erhalten hat.

Was ist bei Todesfällen, besonders schweren Unfällen und Massenunfällen zu beachten?

Bei Todesfällen, besonders schweren Unfällen und Massenunfällen sind zusätzlich zur schriftlichen Unfallanzeige der Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaft, Unfallkasse) und die Gewerbeaufsicht sofort telefonisch oder per Fax zu unterrichten.

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Unfall

März 27th, 2009

Unfälle sind zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen.

Der Unfall geht meist ursächlich auf ein menschliches Verhalten zurück.

  • Im Schuldrecht kann eines Unfalls eine Schadensersatzpflicht entstehen.
  • In der Sozialversicherung kann der Unfall einen Versicherungsfall darstellen. Besondere rechtliche Bedeutung haben Arbeitsunfall (Unfallversicherung -siehe auch Unfallanzeige).

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Toner und Staubbelastung durch Kopierer und Laserdruckern

März 27th, 2009

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Teilzeitarbeit, Teilzeitbeschäftigung

März 27th, 2009

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Technischer Arbeistschutz – Gesetze zum Schutz vor gefährlichen Stoffen

März 27th, 2009

(Chemikaliengesetz, Gentechnikgesetz, Atomgesetz, Sprengstoffgesetz)

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Strahlenschutzbeauftragte

März 27th, 2009

Bestellung:

nach § 13 RöV

  • Unternehmen, die Röntgeneinrichtungen betreiben, soweit das für einen sicheren Betrieb notwendig ist

Soweit dies für den sicheren Betrieb notwendig ist, hat der Strahlenschutzverantwortliche für die Leitung oder Beaufsichtigung dieses Betriebs die erforderliche Anzahl von Strahlenschutzbeauftragten schriftlich zu bestellen. Bei der Bestellung eines Strahlenschutzbeauftragten sind dessen Aufgaben, innerbetrieblicher Entscheidungsbereich und die zur Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Befugnisse schriftlich festzulegen.

Es dürfen nur Personen zu Strahlenschutzbeauftragten bestellt werden, bei denen keine Tatsachen vorliegen, aus denen sich Bedenken gegen ihre Zuverlässigkeit ergeben, und die die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz besitzen.

Aufgaben:

nach §§ 14, 15 RöV

  • Überwachung der Einhaltung der Schutzvorschrift
  • Einhaltung der Bestimmungen über die Genehmigung oder Bauartzulassung und die erlassenen Anordnungen und Auflagen, deren Durchführung und Erfüllung
  • unverzügliche Berichterstattung am Strahlenschutzverantwortliche (Betreiber, z.B. Geschäftsführer) über festgestellte Mängel
  • Zusammenarbeit und Unterrichtung über wichtige Angelegenheiten des Strahlenschutzes mit dem Betriebsrat oder dem Personalrat, den Fachkräften für Arbeitssicherheit und dem Arzt nach § 41 RöV
  • Beratung des Betriebsrats oder Personalrats auf dessen Verlangen in Angelegenheiten des Strahlenschutzes.

Der Strahlenschutzverantwortliche hat den Strahlenschutzbeauftragten über alle Verwaltungsakte und Maßnahmen, die Aufgaben oder Befugnisse des Strahlenschutzbeauftragten betreffen, unverzüglich zu unterrichten.

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Störfallbeauftragte

März 27th, 2009

Bestellung:

(nach § 58a BImSchG iV. mit 5.BImSchV und 12.BImSchV) durch

  • Betreiber von genehmigungsbedürftigen Anlagen, die Betriebsbereich oder Teil eines Betriebsbereichs im Sinne der Störfallverordnung sind

Betreiber genehmigungsbedürftiger Anlagen haben einen oder mehrere Störfallbeauftragte zu bestellen, sofern dies im Hinblick auf die Art und Größe der Anlage wegen der bei einer Störung des bestimmungsgemäßen Betriebs auftretenden Gefahren für die Allgemeinheit und die Nachbarschaft erforderlich ist. Die Bundesregierung bestimmt nach Anhörung der beteiligten Kreise durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die genehmigungsbedürftigen Anlagen, deren Betreiber Störfallbeauftragte zu bestellen haben.

Aufgaben

  • Überwachung auf Einhaltung der Vorschriften der Störfall-Verordnung
  • Beratung des Betreibers der Anlage und unverzügliche Mitteilung von Störungen und Mängel
  • Hinwirken auf die Verbesserung der Sicherheit der Anlage
  • Erstellung eines Jahresberichts

(nach § 58b BImSchG iV. mit 5.BImSchV):
Der Störfallbeauftragte berät den Betreiber in Angelegenheiten, die für die Sicherheit der Anlage bedeutsam sein können. Er ist berechtigt und verpflichtet,

  1. auf die Verbesserung der Sicherheit der Anlage hinzuwirken, dem Betreiber unverzüglich ihm bekannt gewordene Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebs mitzuteilen, die zu Gefahren für die Allgemeinheit und die Nachbarschaft führen können,
  2. die Einhaltung der Vorschriften dieses Gesetzes und der auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen sowie die Erfüllung erteilter Bedingungen und Auflagen im Hinblick auf die Verhinderung von Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebs der Anlage zu überwachen, insbesondere durch Kontrolle der Betriebsstätte in regelmäßigen Abständen, Mitteilung festgestellter
  3. Mängel und Vorschläge zur Beseitigung dieser Mängel,
  4. Mängel, die den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz sowie die technische Hilfeleistung betreffen, unverzüglich dem Betreiber zu melden.

Der Störfallbeauftragte erstattet dem Betreiber jährlich einen Bericht über die getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen. Darüber hinaus ist er verpflichtet, die von ihm ergriffenen Maßnahmen zur Erfüllung seiner Aufgaben schriftlich aufzuzeichnen. Er muss diese Aufzeichnungen mindestens fünf Jahre aufbewahren.

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Spielplatz: Bahnschwellen ( Information zu Bahnschwellen, Leitungsmasten und Pfählen)

März 27th, 2009

Das zuständige Landesministerium hat 1997 dazu ein Informationsblatt herausgegeben.
Sein Inhalt gilt prinzipiell auch heute noch. Wegen der drohenden Gesundheitsgefahr ist es verboten, Bahnschwellen, Leitungsmasten und Pfähle, die zum Holzschutz mit gefährlichen Teerölen getränkt wurden, an den privaten Bürger abzugeben. Diese enthalten gesundheitsschädliche und sogar krebserzeugende Stoffe. Ebenso ist das Verwenden dieser Erzeugnisse durch den Privatbürger strafbar. Wer allerdings vor 1992 gebrauchte Bahnschwellen gekauft und eingebaut hat, darf sie behalten. Allerdings sollte ein direkter Hautkontakt mit den Schwellen unbedingt vermieden werden.

Eine Abgabe und Wiederverwendung dieser Erzeugnisse ist lediglich gewerbetreibenden Betrieben, wie z. B. Gartenbaubetriebe, Landschaftsbau, bäuerliche Betriebe, vorbehalten, die allerdings auch bestimmte Bedingungen einhalten müssen.
Dazu gehören u. a. keine Verwendung auf Kinderspielplätzen, für Innenräume oder für Zwecke, bei denen menschlicher Hautkontakt nicht ausgeschlossen werden kann. Keinesfalls darf der Einbau beim privaten Bürger erfolgen.
Die mit Teeröl behandelten Holzerzeugnisse, die nicht wiederverwendet werden, sind Abfall und müssen nach abfall- und immissions- und chemikalienrechtlichen Vorschriften entsorgt werden.

Seit Oktober 1993 dürfen teerölhaltige Holzschutzmittel weder hergestellt, noch dürfen diese Mittel und damit behandelte Hölzer an Verbraucherinnen und Verbraucher abgegeben werden. Auch ihre Verwendung in Haus und Garten ist seitdem verboten.
Besitzern von gebrauchten Bahnschwellen sollte dringend geraten werden, sich an die zuständigen Ämter der Regierungspräsidien bzw. Landkreise zu wenden, um sich über die geltende Rechtslage und über die erforderlichen Maßnahmen informieren zu lassen.
Die Nichteinhaltung der bestehenden Vorschriften kann als Straftat verfolgt werden.

Damit es nicht dazu kommt, sollten auch noch so gut gemeinte Aktivitäten in Ihrem Verantwortungsbereich rechtzeitig unterbunden werden. Wir werden bei unseren Begehungen, Beratungen und Prüfungen in den Einrichtungen auch weiter darauf hinwirken.
Im Zweifelsfall muss auf den Erwerb oder Einsatz solcher Hölzer aber auch entsprechender Anstriche verzichtet werden, selbst wenn sie der Berührung entzogen sind, z. B. im Boden.
Ab 2003 gilt zusätzlich die “Verordnung über die Entsorgung von Altholz”, die weitergehende Regelungen enthält. Damit verbunden sind Änderungen der

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SiGePlan (Sicherheits- und Gesundheitsplan)

März 27th, 2009

Das frühzeitige Erkennen von Gefährdungen versetzt den Bauherrn oder den von ihm beauftragten Dritten in die Lage, Sicherheit und Gesundheitsschutz zu planen. Damit können insbesondere:

  • Gefährdungen für alle am Bau Beteiligten sowie die von der Baustelle ausgehenden Gefährdungen für Dritte minimiert werden,
  • die entsprechenden Maßnahmen und Einrichtungen auf die Anforderungen verschiedener Gewerke abgestimmt und ihre gemeinsame Nutzung festgelegt werden,
  • Störungen als Folge von Personen- und Sachschäden sowie Improvisationen beim Bauablauf vermieden werden.

Hierzu kann es sinnvoll sein, fachkundigen Rat bei Arbeitsschutzbehörden, Berufsgenossenschaften, Fachkräften für Arbeitssicherheit, Sachverständigen oder anderen Experten einzuholen.

Durch einen derart geplanten und optimierten Arbeitsschutz wird die Qualität der geleisteten Arbeit verbessert. Der Bauherr schafft damit die Voraussetzungen für eine weitgehend unfallfreie, termingerechte und kostengünstige Ausführung seines Bauvorhabens.

Inhalt des SiGePlan

  1. Allgemeines
  2. Angaben zum Bauvorhaben
  3. Übersicht zu Auftragnehmern
  4. Regelungen für das Bauvorhaben
  5. Organisation der Baustelle
  6. Beauftragung von Nachauftragnehmern
  7. Anhänge (Planungsunterlagen, Einrichtungsplan, SiGePlan, Alarmpläne usw..

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Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo)

März 27th, 2009

(auch irrtümlich als “Baustellenkoordinator” bezeichnet)
Beschäftigter der die Aufgaben einer Sicherheitskoordination auf Baustellen wahr nimmt.

Baustellung:

Die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (BaustellV) verpflichtet den Bauherrn, für Baustellen, auf denen Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden, je nach Art und Umfang des Bauvorhabens einen oder gegebenenfalls auch mehrere geeignete Koordinatoren zu bestellen.

Baustellenbedingungen Berücksichtigung allg. Grundsätze nach § 4 ArbSchG bei der Planung Voran-
kündigung
Koordinator SiGe-Plan Unterlage (§ 3 Abs.2 Nr. 3)
Arbeitnehmer Umfang und Art der Arbeiten
eines Arbeitgebers kleiner 31 Arbeitstage und 21 Beschäftigte oder 501 Personentage ja nein nein nein nein
eines Arbeitgebers kleiner 31 Arbeitstage und 21 Beschäftigte oder 501 Personentage und gefährliche Arbeiten ja nein nein nein nein
eines Arbeitgebers größer 30 Arbeitstage und 20 Beschäftigte oder 500 Personentage ja ja nein nein nein
eines Arbeitgebers größer 30 Arbeitstage und 20 Beschäftigte oder 500 Personentage und gefährliche Arbeiten ja ja nein nein nein
mehrerer Arbeitgeber kleiner 31 Arbeitstage und 21 Beschäftigte oder 501 Personentage ja nein ja nein ja
mehrerer Arbeitgeber kleiner 31 Arbeitstage und 21 Beschäftigte oder 501 Personentage jedoch gefährliche Arbeiten ja nein ja ja ja
mehrerer Arbeitgeber größer 30 Arbeitstage und 20 Beschäftigte oder 500 Personentage ja ja ja ja ja
mehrerer Arbeitgeber größer 30 Arbeitstage und 20 Beschäftigte oder 500 Personentage und gefährliche Arbeiten ja ja ja ja ja

Aufgaben:

  1. die in § 2 Abs. 1 BaustellV vorgesehenen Maßnahmen zu koordinieren,
  2. den Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan auszuarbeiten oder ausarbeiten zu lassen und
  3. eine Unterlage mit den erforderlichen, bei möglichen späteren Arbeiten an der baulichen Anlage zu berücksichtigenden Angaben zu Sicherheit und Gesundheitsschutz zusammenzustellen.
  4. >> siehe Pkt. 3.1 RAB 30

  1. die Anwendung der allgemeinen Grundsätze nach § 4 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) zu koordinieren,
  2. darauf zu achten, dass die Arbeitgeber und die Unternehmer ohne Beschäftigte ihre Pflichten nach dieser Verordnung erfüllen,
  3. den Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan bei erheblichen Änderungen in der Ausführung des Bauvorhabens anzupassen oder anpassen zu lassen,
  4. die Zusammenarbeit der Arbeitgeber zu organisieren und
  5. die Überwachung der ordnungsgemäßen Anwendung der Arbeitsverfahren durch die Arbeitgeber zu koordinieren.
  6. >> siehe Pkt. 3.2 RAB 30

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Sicherheitskennzeichen

März 27th, 2009

Ein Sicherheitskennzeichen ist ein Zeichen, das durch Kombination von geometrischer Form und Farbe sowie Bildzeichen eine bestimmte Sicherheits- und Gesundheitsschutzaussage ermöglicht.

Anwendung:

Eine Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung muss eingesetzt werden, wenn Risiken oder Gefahren trotz

  • Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken oder Gefahren,
  • des Einsatzes technischer Schutzeinrichtungen und
  • arbeitsorganisatorischer Maßnahmen, Methoden oder Verfahren

verbleiben.

Verhalten:

Die Beschäftigten (Versicherten) müssen die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung befolgen.

Gültigkeitsbereich:

für Beschäftigte lt. Unfallverhütungsvorschrift BGV A8 in Arbeitsstätten.

Arten von Sicherheitskennzeichen:

  1. Verbotszeichen
  2. Warnzeichen
  3. Gebotszeichen
  4. Rettungszeichen Richtungsangabe Rettungszeichen für Erste-Hilfe-Einrichtungen Rettungszeichen für Rettungswege und Notausgänge/Türen im Verlauf von Rettungswegen
  5. Brandschutzzeichen
Kombination von geometrischer Form und Sicherheitsfarbe und ihre Bedeutung für Sicherheitszeichen

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Sicherheitsfachkraft – Fachkraft für Arbeitssicherheit

März 27th, 2009

Fachkräfte für Arbeitssicherheit sind Personen, die den nachstehenden Anforderungen genügen:

  • Der Sicherheitsingenieur muss berechtigt sein, die Berufsbezeichnung Ingenieur zu fuhren und über die zur Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben erforderliche sicherheitstechnische Fachkunde verfügen.
  • Der Sicherheitstechniker oder -meister muss über die zur Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben erforderliche sicherheitstechnische Fachkunde verfügen.

Bestellung:

    Entscheidend für die Bestellung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit ist

  1. die Betriebsart und die damit für die Arbeitnehmer verbundenen Unfall- und Gesundheitsgefahren,
  2. die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer und
  3. die Zusammensetzung der Arbeitnehmerschaft,
  4. die Betriebsorganisation, insbesondere im Hinblick auf die Zahl und Art der für den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Personen
  5. die Kenntnis und die Schulung des Arbeitgebers oder der nach §13 Abs. 1 Nr.1, 2 oder 3 des Arbeitsschutzgesetzes verantwortlichen Personen in Fragen des Arbeitsschutzes.

Aufgaben:

  1. 1. den Arbeitgeber und die sonst für den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Personen zu beraten, insbesondere bei
    1. der Planung, Ausführung und Unterhaltung von Betriebsanlagen und von sozialen und sanitären Einrichtungen,
    2. der Beschaffung von technischen Arbeitsmitteln und der Einführung von Arbeitsverfahren und Arbeitsstoffen,
    3. der Auswahl und Erprobung von Körperschutzmitteln,
    4. der Gestaltung der Arbeitsplätze, des Arbeitsablaufs, der Arbeitsumgebung und in sonstigen Fragen der Ergonomie,
    5. der Beurteilung der Arbeitsbedingungen
    6. die Betriebsanlagen und die technischen Arbeitsmittel insbesondere vor der Inbetriebnahme und Arbeitsverfahren insbesondere vor ihrer Einführung sicherheitstechnisch zu überprüfen,
  2. die Durchführung des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung zu beobachten und im Zusammenhang damit
    1. die Arbeitsstätten in regelmäßigen Abstanden zu begehen und festgestellte Mangel dem Arbeitgeber oder der sonst für den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Person mitzuteilen, Maßnahmen zur Beseitigung dieser Mangel vorzuschlagen und auf deren Durchführung hinzuwirken,
    2. auf die Benutzung der Körperschutzmittel zu achten,
    3. Ursachen von Arbeitsunfällen zu untersuchen, die Untersuchungsergebnisse zu erfassen und auszuwerten und dem Arbeitgeber Maßnahmen zur Verhütung dieser Arbeitsunfälle vorzuschlagen,
  3. darauf hinzuwirken, dass sich alle im Betrieb Beschäftigten den Anforderungen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung entsprechend verhalten, insbesondere sie über die Unfall- und Gesundheitsgefahren, denen sie bei der Arbeit ausgesetzt sind, sowie über die Einrichtungen und Maßnahmen zur Abwendung dieser Gefahren zu belehren und bei der Schulung der Sicherheitsbeauftragten mitzuwirken.
    Fachkräfte für Arbeitssicherheit haben außerdem im Arbeitsschutzausschuss mitzuwirken. In diesem Ausschuss berichten Fachkräfte für Arbeitssicherheit über die bisherige Tätigkeit und unterbreiten Vorschläge zur zukünftigen Präventionsstrategie und -arbeit.

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Sicherheitsdatenblatt

März 27th, 2009

Ein Sicherheitsdatenblatt informiert die Allgemeinheit und die Personen, die damit umgehen,

  • über Einstufung und Kennzeichnung sowie
  • über gefährliche Eigenschaften und Möglichkeiten zur Vermeidung von Gefahren

von Stoffen und Zubereitungen sowie über bestimmten Erzeugnissen.
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Sicherheitsbeauftragter

März 27th, 2009

Sicherheitsbeauftragte sind vom Arbeitgeber beauftragte Beschäftigte, die neben ihrer Tätigkeit eine zusätzliche Arbeitsaufgabe wahrnehmen.

Bestellung:

Sicherheitsbeauftragte sind nach § 22 SGB VII und § 20 BGV A1 (schriftlich) zu bestellen.

Anzahl der zu bestellenden Sicherheitsbeauftragte:

In Unternehmen mit regelmäßig mehr als 20 Beschäftigten hat der Unternehmer Sicherheitsbeauftragte zu bestellen.
In Unternehmen mit besonderen Gefahren für Leben und Gesundheit kann der Unfallversicherungsträger anordnen, dass Sicherheitsbeauftragte auch dann zu bestellen sind, wenn die Mindestbeschäftigtenzahl nicht erreicht wird. Für Unternehmen mit geringen Gefahren für Leben und Gesundheit kann der Unfallversicherungsträger die Zahl 20 in seiner Unfallverhütungsvorschrift erhöhen.

Aufgaben:

Diese Aufgaben sind in § 22 des Sozialgesetzbuches SGB VII und der Unfallverhütungsvorschrift “Grundsätze der Prävention” (§ 20 BGV A1)

  • Sich überzeugen, dass die in Unfallverhütungsvorschriften, BG-Regeln, Merkblättern usw. vorgeschriebenen technischen Schutzeinrichtungen und die persönlichen Schutzausrüstungen vorhanden sind.
  • Sich überzeugen, dass die technischen Schutzeinrichtungen funktionsfähig und die persönlichen Schutzausrüstungen in gebrauchsfähigem Zustand sind.
  • Darauf achten, dass Ihre Kollegen technische Schutzeinrichtungen und persönliche Schutzausrüstungen in der vorgesehenen Art und Weise benutzen.
  • Mängel unverzüglich Ihrem Vorgesetzten melden (er soll sich mindestens einmal im Monat zu einem Erfahrungsaustausch mit Ihnen treffen).
  • Ihren Arbeitskollegen den richtigen Umgang mit Arbeitsmitteln, Arbeitsgegenstände und Arbeitsstoffen erklären und zeigen.
    Ihre Arbeitskollegen über Sicherheit und Gesundheitsschutz informieren.
  • Sich besonders kümmern um Neue im Betrieb, Jugendliche und ausländische Kollegen, die die deutsche Sprache nur unvollkommen beherrschen.
  • Sich an Unfalluntersuchungen und an den Betriebsbesichtigungen durch die Aufsichtsperson der Berufsgenossenschaft beteiligen.

Sicherheitsbeauftragte haben im Arbeitsschutzausschuss mitzuwirken. In diesem Ausschuss berichten Sicherheitsbeauftragte über die bisherige Tätigkeit und unterbreiten Vorschläge zur zukünftigen Präventionsstrategie und -arbeit.

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Schwangerschaft

März 27th, 2009

1. Zeitraum des Schutzbedürftnis:

Die werdende Mutterbekommt einen besonderen Schutz vor Gefahren amArbeitsplatz sowie einen besonderen Kündigungsschutz vom Beginn der Schwangerschaft anbis zum Ablauf von 4 Monaten nach der Entbindung.
Die Mutterschutzfristen von 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Entbindung ermöglichender (werdende) Mutter, sich völlig unbelastet von einer beruflichen Arbeitsleistung auf Ihr Kindeinzustellen und sich zu erholen. Bei Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert sich dieMutterschutzfrist auf 12 Wochen nach der Entbindung, bei Frühgeburten außerdem seit 1997über die 12 Wochen hinaus (der durch die Frühgeburt verlorene Fristanteil wird an die 12Wochen angehängt).

  • Meldung der Schwangerschaft an den Arbeitgeber
    (Der Arbeitgeber darf die Schwangerschaft keinem Dritten mitteilen.
    Ausnahmen: auf einen sehr kleinen Kreis beschränken, wie z.B. Personal- undSozialabteilung, auf Grund der Beurteilung der Arbeitsbedingungen den Betriebsarzt und dieFachkraft für Arbeitssicherheit).
  • Meldung der Schwangerschaft an die zuständige Behörde (Gewerbeaufsicht bzw. Amt für Arbeitsschutz)

2. Beschäftigungsdauer und Art der Beschäftigung:

Werdende oder stillende Mutter dürfen während Ihrer Schwangerschaft und derStillzeit bestimmte Tätigkeiten nicht ausüben.

Im Gesetz sind daher allgemeine Beschäftigungsverbote§ 3, 4 MuSchG und MuSchRiV) genannt:

Grundsätzlich dürfen Schwangere

  • nicht schwer körperlich arbeiten.
  • nicht mit Tätigkeiten beschäftigt werden, bei denen sieschädlichen Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen, Strahlen, Staub, Gasen,Dämpfen, Hitze, Kälte, Nässe, Erschütterung oder Lärm ausgesetzt sind.
  • nicht im Akkord arbeiten.
  • keine sonstigen Arbeiten verrichten, bei denen sie durch eingesteigertes Arbeitstempo ein höheres Entgelt erzielen können.
  • nicht am Fließband mit vorgeschriebenem Arbeitstempo arbeiten.
  • nicht mit Arbeiten beschäftigt werden, bei denen
    • sie regelmäßig Lasten über 5 Kilogramm oder gelegentlich Lastenvon mehr als 10 Kilogramm ohne mechanische Hilfsmittel von Hand bewegen oder befördernmüssen,
    • sie sich häufig erheblich strecken oder beugen müssen,
    • sie dauernd hocken oder sich gebückt halten müssen,
    • sie ausgleiten, fallen oder abstürzen könnten und dadurch einemerhöhten Unfallrisiko ausgesetzt sind,
    • sie der Gefahr einer Berufskrankheit ausgesetzt sind;
  • nicht an Geräten oder Maschinen arbeiten, bei denen sie den Fußstark beanspruchen müssen, um sie zu bedienen (z. B. durch Fußantrieb).
  • nicht mehr als maximal 8,5 Stunden pro Tag oder 90 Stunden innerhalbvon zwei aufeinanderfolgenden Wochen arbeiten;
  • nicht nachts (zwischen 20 Uhr und 6 Uhr) arbeiten;
  • nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden; vom Verbot derNacht- und Sonntagsarbeit gibt es aber begrenzte Ausnahmen (siehe unten beiSonderregelungen).

Wenn der dritte Schwangerschaftsmonat vorüber ist, sindregelmäßige Arbeiten auf Beförderungsmitteln verboten. Beispielsweise dürfenwerdende Mütter dann keinen Omnibus oder LKW lenken, aber auch kein Taxi. Bei Verkaufsfahrerinnengilt das Verbot zumindest dann, wenn die Fahrzeit mehr als die Hälfte derBeschäftigungszeit ausmacht.
Wenn der fünfte Schwangerschaftsmonat vorüber ist, dürfen die werdende Mutternicht mehr als vierStunden täglich arbeiten, wenn Sie dabei ständig stehen müssen.
(Achtung für Zeiten nach dem 3. bzw. 5 Schwangerschaftsmonat:
Nicht gültig, wenn der Arbeitgeber der werdenden Mutter einen anderen (gleichwertigen)Arbeitsplatz zur Verfügung stellen kann!)

Sonderregelung
Einen besonderen Schutz haben Schwangere unter 18 Jahren: Siedürfen täglich nur höchstens acht Stunden oder 80 Stunden innerhalb von zweiaufeinanderfolgenden Wochen arbeiten.
Vom Verbot der Nacht- und Sonntagsarbeit gibt es zeitlich begrenzteAusnahmen, wenn die werdende oder stillende Mutter

  • in bestimmten Gewerbezweigen tätig ist, zum Beispiel imGaststättengewerbe,
  • in einem Krankenhaus oder Heim arbeitet,
  • als Künstlerin bis 23.00 Uhr auftritt.

Falls eine Sonn- und Feiertagsarbeit ausnahmsweise zulässig ist,besteht eine besondere Ruhezeit: Die werdende oder stillende Mutter muss sich dann injeder Woche mindestens 24 Stunden im Anschluss an eine Nachtruhe ununterbrochen ausruhenkönnen.

3. Während der Schutzfrist:

Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor derEntbindung. Während dieser Zeit darf die werdende Mutter nur noch dannbeschäftigt werden, wenn Sie es selbst ausdrücklich wünscht.

WICHTIG: DieEntscheidung, während der sechs Wochen vor der Entbindung zu arbeiten, kanndurch die werdende Mutter jederzeit wieder rückgängig gemacht werden.

Während der Schutzfrist nach der Entbindung darf die(stillende) Mutter hingegen überhaupt nicht beschäftigt werden.
(Ausnahme: Beim tragischen Fall des Todes des Kindes kann die Mutter aufihren ausdrücklichen Wunsch wieder vorzeitig arbeiten). Diese Frist dauertnormalerweise acht Wochen ab dem Tag der Entbindung, bei Früh- oderMehrlingsgeburten zwölf Wochen (bei Frühgeburten jetzt noch länger; siehe„Mutterschutz im Überblick“).

4. Gestaltung des Arbeitsplatzes:

Werdende oder stillende Mutter haben Anspruch auf einen Arbeitsplatz, an demSie und Ihr Kind vor Gefahren für Leben und Gesundheit ausreichend geschützt sind.Der Arbeitgeber muss, wo es notwendig ist, gesonderte Maßnahmen für den Arbeitsplatztreffen. Dies gilt einschließlich auch für Maschinen, Werkzeugeund Geräte.

Verrichtet z. B. eine werdende oder stillende Mutter Arbeiten, beidenen sie ständig stehen muss, so ist vom Arbeitgebereine Sitzgelegenheit zum kurzen Ausruhen zu schaffen. Andererseits ist einer werdendenoder stillenden Mutter, die ihre Arbeiten ständig im Sitzen verrichtet, eine Gelegenheitzu kurzen Unterbrechungen einzuräumen.

Frauenruheraum:
Gemäß § 31 ArbstättV(auch ASR 31 – Liegeräume) ist werdenden oder stillenden Müttern währendder Arbeitszeit zu ermöglichen, sich in einem geeigneten Raum auf einerLiege auszuruhen. Diese Festlegung gilt entsprechend für andereBeschäftigte (Arbeitnehmerinnen und Frauen imBeamtenverhältnis), wenn sie mit Arbeiten beschäftigt sind, beidenen es der Arbeitsablauf nicht zulässt, sich zeitweise hinzusetzen.

5. Ärztliche Untersuchungen:

Keine. (Nur im Rahmen der Beurteilung des Arbeitsplatzes. -sieheGestaltung des Arbeitsplatzes)
ÄrztlichePflege und Betreuung§15, 16 MuSchG)
Ist die werdende Mutter in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert bzw.mitversichert, dann hat Sie über die bisher genannten Leistungen hinaus auch Anspruchauf:

  • regelmäßige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen,
  • ärztliche Betreuung und Hilfe durch eine Hebamme,
  • Arznei-, Verband- und Heilmittel,
  • stationäre Entbindung und Pflege in einem Krankenhaus oderEntbindungsheim,
  • häusliche Pflege und Haushaltshilfe.

Der Arbeitgeber hat der werdenden Mutter die Freizeit zu gewähren, die zur Durchführung derUntersuchungen im Rahmen der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung beiSchwangerschaft und Mutterschaft erforderlich ist. Ein Entgeltausfall darfhierdurch nicht eintreten.

6. Unterweisung / Einweisung

WerdendeMütter müssen durch den Arbeitgeber unterwiesen werden, welche Beschäftigungsbeschränkungensie nach dem Mutterschutzgesetz sowie in der MuSchRiV unterliegen.

7. Urlaub:(NEU -seitJuni 2002, § 17MuSchG)

Für den Anspruch auf bezahltenErholungsurlaub und dessen Dauer gelten die Ausfallzeiten wegenmutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote alsBeschäftigungszeiten.
Hat die Frau ihren Urlaub vor Beginn der Beschäftigungsverbotenicht oder nicht vollständig erhalten, so kann sie nach Ablauf derFristen den Resturlaub im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahrbeanspruchen.

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Schutzbedürftige Person

März 27th, 2009

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Schulpraktikum: Praktikanten (13-18 Jahre) – was ist zu beachten?

März 27th, 2009

1. Mindestalter

Bei vollzeitschulpflichtigen Schülerinnen und Schülern (Kinder), die das 13. Lebensjahr vollendet haben. (§ 5 Abs.2 Nr.1 JArbSchGund § 1 KindArbSchV)

2. Beschäftigungsdauer

Es gilt die 35-Stunden-Woche bei einer täglichen Arbeitszeit von 7 Stunden (nach § 5 Abs. 2 Nr. 2 JArbSchG i.V. § 7 JArbSchG). Die erste Pause ist nach 4½ Sunden (max. 6 h) einzulegen bzw. länger als 4 Stunden hintereinander dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden (§ 11(2) JArbSchG).

Nur für Jugendliche (ab 15 – 18 Jahre):
Die Schichtzeit bei Schichtarbeit darf grundsätzlich 10 Stunden nicht überschreiten. Im Gaststättengewerbe, in der Landwirtschaft, in der Tierhaltung, auf Bau- und Montagestellen darf die Schicht 11 Stunden dauern. Durch Tarifvertrag ist eine weitere Anpassung möglich. (§ 12 JArbSchG)

Eine Beschäftigung außerhalb von 6.00 bis 20.00 Uhr ist nicht erlaubt. (§ 14 JArbSchG ). Ausnahmen:

  • Jugendliche über 16 Jahre dürfen im Gaststätten- und Schaustellergewerbe bis 22 Uhr, in mehrschichtigen Betrieben bis 23 Uhr, in der Landwirtschaft ab 5 Uhr oder bis 21 Uhr und in Bäckereien und Konditoreien ab 5 Uhr,
  • Jugendliche über 17 Jahre dürfen in Bäckereien ab 4 Uhr,
  • andere Zeiten nur nach vorheriger Anzeige an die Aufsichtsbehörde (Gewerbeaufsicht).

3. Art der Beschäftigung:

Es dürfen nur leichte Arbeiten ausgeführt werden. (§§ 22 -27 JArbSchG bzw. § 2 KindArbSchV)

Beschäftigungsbeschränkungen:

  • keine gefährlichen Arbeiten (z.B.: Umgang mit Gefahrstoffen, Arbeiten in engen Räumen, usw.),
  • keine Akkordarbeit oder tempoabhängige Arbeit,
  • keine Sicherungsarbeiten ausführen (z.B.: als Sicherungsposten),
  • keine Schweiß-, Schneid- o.ä. Feuerarbeiten,
  • keine Fahrzeuge führen (z.B.: Krane, Flurförderzeuge, Baufahrzeuge, u.ä.),
  • keine Arbeiten in Kühl- und Nassräumen (z.B. in Brauereien und Schlachthöfen u.a. das Betreiben, Reinigen und Instandhalten von Nahrungsmittelmaschinen und von Fleischereimaschinen sowie das Einrichten von Holzbearbeitungsmaschinen),
  • keine Arbeiten in medizinischen Einrichtungen mit erhöhter Infektionsgefahr,
  • keine Arbeiten an Tankstellen (Kraftstoffe und Schmierstoffe: gelten als krebserzeugende Gefahrstoffe)
  • Heben und Tragen: Kinder (ab 13 bis 15) sollten nicht mehr als 7,5 kg, weibliche Jugendliche nicht mehr als 10 kg und männliche Jugendliche nicht mehr als 20 kg heben bzw. tragen.

4. Ärztliche Untersuchungen:

Ärztliche Untersuchungen sind nicht erforderlich.

5. Unterweisung / Einweisung:

Vom Arbeitgeber muss der Jugendliche vor Beginn der Beschäftigung über die Unfall- und Gesundheitsgefahren, sowie über die Einrichtungen und Maßnahmen zur Abwendung dieser Gefahren unterwiesen werden. (§ 29 JArbSchG und nach UVV BGV A1)

Themen (BGV A1, BGV A3, Anh. II BetrSichV, GefStoffV) z.B.:

  • Arbeitsort,
  • Verkehrswege,
  • Vorbeugender Brandschutz im Unternehmen,
  • Pausenräume und -zeiten,
  • Mängel melden,
  • nur Geräte, Anlagen oder Maschinen bedienen die zu seiner Arbeitsaufgabe gehören,
  • keine Reparaturen durchführen,
  • Einweisung in die Arbeitsaufgabe.

6. Hinweise für den Arbeitgeber:

Schülerinnen und Schüler sind über die gesetzliche Unfallversicherung des Schulträgers (z.B. Unfallkasse Sachsen-Anhalt) versichert.

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Schulferien

März 27th, 2009

Informationen zu allen Ferienterminen der nächsten 4 Jahre
unter
http://www.schulferien.org/

Sachkundige WHG

März 27th, 2009

Bestellung:

(nach WHG)
Der Betreiber hat beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen die Anlagen und die Sicherheitseinrichtungen selbständig zu überwachen oder aber durch zugelassene Sachverständigen auf den ordnungsgemäßen Zustand überprüfen zu lassen.

Aufgaben:

  • Überwachung und Kontrolle der Anlagen und Sicherheitseinrichtung

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Risiko

März 27th, 2009

(Allgemeine Definition)
Das Risiko ist das Produkt von Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit.

Unter Gesundheitsrisiko versteht man die Wahrscheinlichkeit des Eintritts einer Gesundheitsschädigung oder Erkrankung, z.B. als Folge der Belastung durch Schadstoffe (Exposition).

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Qualitätsmanagement

März 27th, 2009

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Arbeitsbelastungen: Psychische Belastungen

März 27th, 2009

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Notfalldokumente: Planunterlagen für den Not- und Havariefall

März 27th, 2009

(Vorbeugender Brandschutz) nach § 10 ArbSchG
Die Unternehmen und Einrichtungen sind verpflichtet, vorbeugende Maßnahmen für Not- und Havariefälle zu organisieren. Hierzu gehören aktuelle Planunterlagen und erforderliche Verhaltensregeln für die Beschäftigten, für Dritte, sowie zum Einsatz kommende Hilfs- und Einsatzkräfte. Geltende Rechtsgrundlagen sind die Arbeitsstättenverordnung, die Landesbauordnung und Weitere. Die Regeln der Ausführung von Planunterlagen für den Not- und Havariefall werden von den entsprechenden DIN-Normen bestimmt.

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Nichtraucherschutz

März 27th, 2009

Rechtsquellen:

. Benutzen (Anwendung durch Beschäftigte) .
EU -Recht D -Recht  D -Unfallvers.
Rahmen-Richtlinie 89/391/EWG  
Richtlinie + Gesetz   ArbSchG  
(
SGB VII )
Verordnung + UVV   § 3a ArbstättV  
sonstige Normen      

Rauchen im Unternehmen

- Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG, Urteil vom 19.Januar 1999 – 1 AZR 499/98 -)
Bei einem Rauchverbot für alle Betriebsräume muss ein begrenzter Bereich zum Rauchen zur Verfügung stehen. (siehe BAG-Pressemitteilung Nr. 2/99)

Rauchfreier Arbeitsplatz

(mg 5/2000) Eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten hat die Regierung in einem Antrag jetzt aufgefordert, Nichtrauchern zukünftig das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz zuzusichern. Als Maßnahme gegen das Passivrauchen solle die Arbeitsstättenverordnung entsprechend verschärft werden. Ein eigenes Nichtrauchergesetz hatte das Parlament vor zwei Jahren abgelehnt. Nicht gerade hilfreich bei der Argumentation dürfte da eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sein. Sie ergab, dass nur etwa jeder dreißigste Raucher hat an seinem Arbeitsplatz wegen des Zigarettenrauchs häufig oder sehr häufig Auseinandersetzungen mit nichtrauchenden Kollegen. 20 Prozent haben demnach gelegentlich oder selten Streit wegen des blauen Dunstes. 40 Prozent dagegen hatten deshalb noch nie Probleme.

Erneuter Versuch die Rechte der Nichtraucher am Arbeitsplatz zu stärken

(sa 6/2001) In Deutschland sollen Nichtraucher künftig ein Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz erhalten. Mit Stimmen aus allen Parteien forderte der Bundestag zum Weltnichtrauchertag die Bundesregierung auf, die Arbeitsstättenverordnung entsprechend zu ändern. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind etwa drei Millionen Arbeitnehmer vom Passivrauchen betroffen.
Der Antrag war von der “Interfraktionellen Nichtraucherschutzinitiative im Deutschen Bundestag” eingebracht worden, der sich 250 Parlamentarier angeschlossen haben. Deren Sprecher Werner Lensing (CDU) sagte: “Die Bürger müssen vor den Folgen des Passivrauchens am Arbeitsplatz geschützt werden”.
Freigestellt soll bleiben, ob ein Unternehmen Nichtraucher-Büros einrichtet oder etwa die Lüftung verbessert. Ausnahmen sollen für Kneipen oder Hotels möglich sein. Bislang müssen die Arbeitgeber nur in Pausen-, Liege- und Bereitschaftsräumen rauchfreie Zonen sicherstellen. Die Antragsteller begründeten ihren Schritt damit, dass die bisherigen Vorschriften zu großen Interpretationsspielraum zuließen. Die Gegner des Antrags meinten, die bestehende Rechtslage reiche aus.

Neuregelung zum Nichtraucherschutz in der Arbeitsstättenverordnung verankert

In der Verordnung (BGBl. 2002 I Nr. 70 S.3777) die am 3. Oktober 2002 in Kraft trat, wird der “verbesserte Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz” durch eine Änderung der Arbeitsstättenverordnung (§ 3a ArbStättV) umgesetzt.
Damit wird das seit langer Zeit verfolgte Ziel erreicht, an allen Arbeitsstätten Gesundheitsgefährdungen durch Passivrauchen zu vermeiden. Die neue Bestimmung gibt dem Arbeitgeber den notwendigen Regelungsspielraum für angepasste betriebliche Lösungen.
Der Arbeitgeber hat wirksame Schutzmaßnahmen zugunsten der nichtrauchenden Beschäftigten zu treffen. Das können technische oder organisatorische Maßnahmen wie z. B. Belüftungen oder Raucherzimmer sein.
Die Einhaltung der neuen Vorschriften wird – wie bisher – von den für die Durchführung der Verordnung zuständigen Behörden der Länder überwacht.
siehe auch § 3a ArbStättV - Arbeitsstättenverordnung http://www.sidiblume.de/info-rom/arb_re/arbs_v/arbstaettv.htm

Schadstoff-Cocktail: Passivrauchen im Job schlägt auf Lunge

London (dpa 1/2002) – Passivrauchen am Arbeitsplatz ist noch immer weit verbreitet und trägt zu Husten und Asthma bei. Das ist das Ergebnis einer großen Studie in 13 Europäischen Ländern, den USA, Australien und Neuseeland, berichtet deren Leiter Christer Janson von der Universität Uppsala (Schweden) in der britischen Zeitschrift “The Lancet” (Bd. 358, S. 2103) vom Freitag. Das internationale Ärzteteam hatte an 36 klinischen Zentren in den 13 Ländern insgesamt 7882 Erwachsene, die selbst nie geraucht hatten, nach den Rauchgewohnheiten in ihrem Umfeld sowie nach Symptomen für Rauchbelastung befragt. Dabei stellte sich heraus, dass viele Menschen vor allem an ihren Arbeitsplätzen Rauch ausgesetzt waren. Ihr Anteil schwankte zwischen geringen Werten unter 10 Prozent (Schweden, Neuseeland, USA) und über 40 Prozent (Italien und Spanien). Die beiden deutschen Zentrum Erfurt und Hamburg lagen mit 24,8 und 29,4 Prozent im Mittelfeld. Diese Unterschiede spiegeln nach Ansicht der Mediziner die allgemeine Verbreitung des Rauchens in den jeweiligen Ländern wider. Bei der Befragung nach Atemwegserkrankungen zeigte sich eine starke Übereinstimmung mit der Belastung durch Passivrauchen am Arbeitsplatz. Besonders deutlich war diese Verbindung bei nächtlichen Beklemmungsgefühlen, Atemlosigkeit, Kurzatmigkeit bei Anstrengung und plötzlichem Erwachen nach Kurzatmigkeit. Daneben hatten die Passivraucher vermehrt Asthma-Symptome. Eine Auswirkung auf das Immunsystem, gemessen an der Konzentration an Immunglobulinen, konnte die Studie dagegen nicht sicher feststellen. Obwohl keine Daten über die individuelle Dauer der Rauchbelastung erhoben wurden, so zeige die Studie doch eindrucksvoll die andauernde Bedeutung des passiven Rauchens, kommentiert Christer Janson. “Senkte man die unfreiwillige Aufnahme von Tabak in einer Gesellschaft, vor allem am Arbeitsplatz, so dürfte das die Gesundheit der Atemwege sehr fördern.”

Mutterschutz

März 27th, 2009

Wie können eine in einem Arbeitsverhältnis stehende schwangere Frau und ihr Kind vor Gefahren, Überforderung und Gesundheitsschädigung am Arbeitsplatz geschützt werden? Antworten auf diese Frage gibt das Mutterschutzgesetz, das ein wesentlicher Bestandteil des gesetzlichen Arbeitsschutzes ist. Gemeinsam mit dem Erziehungsgeld und dem Erziehungsurlaub bildet der Mutterschutz einen wichtigen Beitrag zur Familien- und Gesellschaftspolitik.

MUTTERSCHUTZ IM ÜBERBLICK

Als werdende Mutter genießen Sie einen besonderen Schutz vor Gefahren am Arbeitsplatz sowie einen besonderen Kündigungsschutz vom Beginn der Schwangerschaft an bis zum Ablauf von 4 Monaten nach der Entbindung. Die Mutterschutzfristen von 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Entbindung ermöglichen es Ihnen, sich völlig unbelastet von einer beruflichen Arbeitsleistung auf Ihr Kind einzustellen und sich zu erholen. Bei Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert sich die Mutterschutzfrist auf 12 Wochen nach der Entbindung, bei Frühgeburten außerdem seit 1997 über die 12 Wochen hinaus (der durch die Frühgeburt verlorene Fristanteil wird an die 12 Wochen angehängt).
Während dieser Zeit erhalten Sie Mutterschaftsgeld. Anschließend können Sie (oder der Vater des Kindes) Erziehungsurlaub und Erziehungsgeld in Anspruch nehmen. Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Kapitel „Kinder- und Erziehungsgeld”.

WAS LEISTET DER MUTTERSCHUTZ?

Kündigungsschutz (§ 9 MuSchG)
Während der Schwangerschaft und bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung kann Ihr Arbeitgeber Ihr Arbeitsverhältnis grundsätzlich nicht kündigen.
Ausnahmsweise ist in besonderen Fällen eine Kündigung möglich, wenn vorher das zuständige Aufsichtsamt (in der Regel das Gewerbeaufsichtsamt) zugestimmt hat.
Seit März 1997 gilt der Kündigungsschutz uneingeschränkt auch für alle Hausangestellten.
Sie selbst haben jedoch das Recht, während der Schwangerschaft und der Schutzfrist nach der Entbindung zum Ende der jeweiligen Schutzfrist zu kündigen. Eine Frist müssen Sie dabei nicht einhalten.

  • mit dreimonatiger Kündigungsfrist zum Ende des Erziehungsurlaubs oder aber
  • zu einem anderen Zeitpunkt während sowie nach Ende des Erziehungsurlaubs, wobei Sie gesetzliche bzw. vertragliche Kündigungsfristen einhalten müssen.


Gestaltung des Arbeitsplatzes

Werdende oder stillende Mutter haben Anspruch auf einen Arbeitsplatz, an den Sie und ihr Kind vor Gefahren für Leben und Gesundheit ausreichend geschützt sind. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber den Arbeitsplatz einschließlich der Maschinen, Werkzeuge und Geräte entsprechend einzurichten hat und dort, wo es notwendig ist, gesonderte Maßnahmen treffen muss, damit das Leben und die Gesundheit geschützt sind.
Verrichtet z. B. eine werdende oder stillende Mutter Arbeiten, bei denen sie ständig stehen muss, schreibt das Mutterschutzgesetz vor, dass der Arbeitgeber eine Sitzgelegenheit zum kurzen Ausruhen zu schaffen hat. Andererseits ist einer werdenden oder stillenden Mutter, die ihre Arbeiten ständig im Sitzen verrichtet, eine Gelegenheit zu kurzen Unterbrechungen einzuräumen.

Mutterschutz hat Vorrang

Als werdende oder stillende Mutter dürfen Sie während Ihrer Schwangerschaft und der Stillzeit bestimmte Tätigkeiten nicht ausüben.
Im Gesetz sind daher allgemeine Beschäftigungsverbote§ 3, 4 MuSchG und MuSchRiV) genannt:

  • nicht schwer körperlich arbeiten.
  • nicht mit Tätigkeiten beschäftigt werden, bei denen sie schädlichen Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen, Strahlen, Staub, Gasen, Dämpfen, Hitze, Kälte, Nässe, Erschütterung oder Lärm ausgesetzt sind.
  • nicht im Akkord arbeiten.
  • keine sonstigen Arbeiten verrichten, bei denen sie durch ein gesteigertes Arbeitstempo ein höheres Entgelt erzielen können.
  • nicht am Fließband mit vorgeschriebenem Arbeitstempo arbeiten.
  • nicht mit Arbeiten beschäftigt werden, bei denensie regelmäßig Lasten über 5 Kilogramm oder gelegentlich Lasten von mehr als 10 Kilogramm ohne mechanische Hilfsmittel von Hand bewegen oder befördern müssen,sie sich häufig erheblich strecken oder beugen müssen,sie dauernd hocken oder sich gebückt halten müssen,sie ausgleiten, fallen oder abstürzen könnten und dadurch einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt sind,sie der Gefahr einer Berufskrankheit ausgesetzt sind;
  • nicht an Geräten oder Maschinen arbeiten, bei denen sie den Fuß stark beanspruchen müssen, um sie zu bedienen (z. B. durch Fußantrieb).
  • nicht mehr als maximal 8,5 Stunden pro Tag oder 90 Stunden innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Wochen arbeiten;
  • nicht nachts (zwischen 20 Uhr und 6 Uhr) arbeiten;
  • nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden; vom Verbot der Nacht- und Sonntagsarbeit gibt es aber begrenzte
    Ausnahmen (siehe unten bei Sonderregelungen).

Wenn der dritte Schwangerschaftsmonat vorüber ist, sind regelmäßige Arbeiten auf Beförderungsmitteln verboten. Beispielsweise dürfen Sie dann keinen Omnibus oder LKW lenken, aber auch kein Taxi. Bei Verkaufsfahrerinnen gilt das Verbot zumindest dann, wenn die Fahrzeit mehr als die Hälfte der Beschäftigungszeit ausmacht. Wenn der fünfte Schwangerschaftsmonat vorüber ist, dürfen Sie nicht mehr als vier Stunden täglich arbeiten, wenn Sie dabei ständig stehen müssen.
Es kann für Sie auch ein persönliches Beschäftigungsverbot gelten: Wenn ein Arzt bei einer Untersuchung feststellt, dass Sie oder Ihr Kind unabhängig von den oben genannten Verboten gesundheitlich gefährdet sind, falls Sie Ihre Tätigkeit weiter ausüben, dürfen Sie an diesem Arbeitsplatz nicht weiter beschäftigt werden. Möglich wäre dann, dass Ihr Arbeitgeber Sie zum gleichen Entgelt an einen anderen Arbeitsplatz umsetzt.
Dieses Beschäftigungsverbot unterscheidet sich von einer Krankschreibung. Sie brauchen bei keinem dieser Beschäftigungsverbote Einkommensverluste zu befürchten, da Sie Mutterschutzlohn (zu unterscheiden vom Mutterschaftsgeld während der Mutterschutzfristen) in Höhe Ihres durchschnittlichen Nettolohns erhalten.

Sonderregelungen zu den Beschäftigungsverboten

Einen besonderen Schutz haben Schwangere unter 18 Jahren: Sie dürfen täglich nur höchstens acht Stunden oder 80 Stunden innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Wochen arbeiten.

  • in bestimmten Gewerbezweigen tätig ist, zum Beispiel im Gaststättengewerbe,
  • in einem Krankenhaus oder Heim arbeitet,
  • als Künstlerin bis 23.00 Uhr auftritt.

Falls eine Sonn- und Feiertagsarbeit ausnahmsweise zulässig ist, besteht eine besondere Ruhezeit: Die werdende oder stillende Mutter muss sich dann in jeder Woche mindestens 24 Stunden im Anschluss an eine Nachtruhe ununterbrochen ausruhen können.

NEU -seit Juni 2002, § 17 MuSchG:
Für den Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub und dessen Dauer gelten die Ausfallzeiten wegen mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote als Beschäftigungszeiten.
Hat die Frau ihren Urlaub vor Beginn der Beschäftigungsverbote nicht oder nicht vollständig erhalten, so kann sie nach Ablauf der Fristen den Resturlaub im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahr beanspruchen.

Schutzfrist (§ 3(2) MuSchG)

Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor der Entbindung. Während dieser Zeit dürfen Sie nur noch dann beschäftigt werden, wenn Sie selbst es ausdrücklich wünschen.
WICHTIG: Die Entscheidung, während der sechs Wochen vor der Entbindung zu arbeiten, können Sie jederzeit wieder rückgängig machen.
Während der Schutzfrist nach der Entbindung dürfen Sie hingegen überhaupt nicht beschäftigt werden (Ausnahme: Beim tragischen Fall des Todes des Kindes kann die Mutter auf ihren ausdrücklichen Wunsch wieder vorzeitig arbeiten). Diese Frist dauert normalerweise acht Wochen ab dem Tag der Entbindung, bei Früh- oder Mehrlingsgeburten zwölf Wochen (bei Frühgeburten jetzt noch länger; siehe „Mutterschutz im Überblick”).

Mutterschutzlohn (§ 11 MuSchG)

Setzt eine Frau wegen eines allgemeinen oder individuellen Beschäftigungsverbotes ganz oder teilweise vor Beginn und nach Ende der Schutzfrist mit der Arbeit aus oder setzt das Unternehmen die werdende Mutter auf einen anderen zumutbaren Arbeitsplatz um, sodass sie ihre Tätigkeit wechseln muss, braucht sie trotzdem keine finanziellen Nachteile zu befürchten. Sie behält mindestens ihren bisherigen Durchschnittsverdienst (Mutterschutzlohn).

Der Mutterschutzlohn muss wenigstens der Höhe des Durchschnittsverdienstes der letzten 13 Wochen oder bei monatlicher Entlohnung der letzten drei Monate vor Eintritt der Schwangerschaft entsprechen. Einbußen durch das Verbot der Akkord- und Fließbandarbeit oder der Mehrarbeit, der Sonntags- und Nachtarbeit wirken sich nicht negativ auf die Berechnung aus.
Bei Verdiensterhöhungen nicht nur vorübergehender Natur, z. B. bei Lohn- und Gehaltserhöhungen, die während oder nach Ablauf des Berechnungszeitraums eintreten, ist von dem erhöhten Verdienst auszugehen. Verdienstkürzungen, die im Berechnungszeitraum infolge von Kurzarbeit, Arbeitsausfällen oder unverschuldetem Arbeitsversäumnis eintreten, bleiben für die Berechnung des Durchschnittsverdienstes außer Betracht. Andere Verdienstkürzungen werden berücksichtigt, wenn sie nicht auf einem Beschäftigungsverbot beruhen. Diese Berechnungsgrundsätze gelten auch für Hausangestellte (einschließlich Teilzeitbeschäftigter).

Mutterschaftsgeld (§§ 13-14 MuSchG und § 200 RVO)

Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen während der Schutzfristen vor und nach der Entbindung sowie für den Entbindungstag gezahlt. Das Mutterschaftsgeld kann frühestens sieben Wochen vor dem mutmaßlichen Entbindungstermin beantragt werden, da die diesbezügliche ärztliche Bescheinigung frühestens eine Woche vor Beginn der Schutzfrist ausgestellt werden darf.
Das Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten nur die freiwillig oder pflichtversicherten Mitglieder.

Ärztliche Pflege und Betreuung (§14 MuSchG)

  • regelmäßige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen,
  • ärztliche Betreuung und Hilfe durch eine Hebamme,
  • Arznei-, Verband- und Heilmittel,
  • stationäre Entbindung und Pflege in einem Krankenhaus oder Entbindungsheim,
  • häusliche Pflege und Haushaltshilfe.

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Mobbing

März 27th, 2009

Mobbing (aus dem Englischen “to mob” = anpöbeln, schikanieren) bedeutet, dass eine oder mehrere Personen am Arbeitsplatz von gleichgestellten, vorgesetzten oder untergebenen Mitarbeitenden schikaniert, belästigt, beleidigt, ausgegrenzt oder mit kränkenden Arbeitsaufgaben bedacht wird. Die betroffenen Personen fühlen sich mit der Zeit unterlegen.
Grundsätzliche zeichnen sich 5 verschiedenen Phasen ab:

  1. Schlechte Konfliktbewältigung,
  2. Feindseligkeiten,
  3. Rechts- und Machtübergriffe,
  4. Ärztliche und psychologische Fehldiagnosen,
  5. Ausschluss aus der Arbeitswelt.

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Medizinproduktebeauftragte

März 27th, 2009

(auch Sicherheitsbeauftragter für Medizinprodukte)

Bestellung:

(nach § 30 MPG)
“Verantwortliche für das erstmalige Inverkehrbringen von Medizinprodukten” (§ 5 MPG) haben unverzüglich nach Aufnahme der Tätigkeit eine Person mit der zur Ausübung ihrer Tätigkeit erforderlichen Sachkenntnis und der erforderlichen Zuverlässigkeit als Sicherheitsbeauftragten für Medizinprodukte zu bestimmen.
Der Verantwortliche von Medizinprodukten hat der zuständigen Behörde den Sicherheitsbeauftragten sowie jeden Wechsel in der Person unverzüglich anzuzeigen.
Der Nachweis der erforderlichen Sachkenntnis als Sicherheitsbeauftragter für Medizinprodukte wird erbracht durch das Zeugnis über eine abgeschlossene naturwissenschaftliche, medizinische oder technische Hochschulausbildung oder eine andere Ausbildung, die zur Durchführung der unter Absatz 4 genannten Aufgaben befähigt, und eine mindestens zweijährige Berufserfahrung. Die Sachkenntnis ist auf Verlangen der zuständigen Behörde nachzuweisen.
Der Sicherheitsbeauftragte für Medizinprodukte darf wegen der Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben nicht benachteiligt werden.
.
Wichtiger Hinweis zu medizinischen elektrischen Systemen (ME-System):
Als Inverkehrbringer von Medizinprodukten gelten auch Betreiber die mehrere Medizinprodukte (ME-Geräte) bzw. Medizinprodukte (ME-Geräte) mit Nicht-Medizinprodukte (Nicht-ME-Gerät) zu einer Funktionseinheit (ME-System) zusammenkoppeln.
(siehe auch DIN VDE 0750-1-1 oder IEC 60601-1-1)

Aufgaben:

Der Sicherheitsbeauftragte für Medizinprodukte hat bekannt gewordene Meldungen über Risiken bei Medizinprodukten zu sammeln, zu bewerten und die notwendigen Maßnahmen zu koordinieren. Er ist für die Erfüllung von Anzeigepflichten verantwortlich, soweit sie Medizinprodukterisiken betreffen.

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Medizinprodukte

März 27th, 2009

Medizinprodukte sind Instrumente, Apparate, Vorrichtungen, Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen oder andere Erzeugnisse, die für medizinische Zwecke, wie die Erkennung, Verhütung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Krankheiten, bestimmt sind und deren Hauptwirkung im oder am menschlichen Körper – im Gegensatz zu den Arzneimitteln – nicht auf pharmakologischem, immunologischem oder metabolischem Weg erreicht wird.

Aktive Medizinprodukte nutzen eine Energiequelle (mit Ausnahme der direkt vom menschlichen Körper oder durch die Schwerkraft erzeugten Energie) wie z. B. Strom oder Druckluft.

Beispiele für Medizinprodukte sind medizinisch-technische Geräte (einschließlich der erforderlichen Software), Implantate, Produkte zur Injektion, Infusion, Transfusion und Dialyse, humanmedizinische Instrumente, Dentalprodukte, Verbandstoffe, Sehhilfen, Produkte zur Empfängnisregelung sowie In-vitro-Diagnostika.

Zu den In-vitro-Diagnostika zählen Reagenzien, Reagenzprodukte, Kits, Probenbehältnisse, Geräte und weitere Produkte, die zur In-vitro-Untersuchung von Proben aus dem menschlichen Körper bestimmt sind.

Medizinprodukte sind auch Produkte, die einen Stoff oder Zubereitungen aus Stoffen enthalten oder mit solchen beschichtet sind, die bei gesonderter Verwendung als Arzneimittel oder Bestandteil eines Arzneimittels (einschließlich Plasmaderivate) angesehen werden und in Ergänzung zu den Funktionen des Produktes eine Wirkung auf den menschlichen Körper entfalten können.

Nicht unter das Medizinprodukterecht fallen beispielsweise Produkte – mit Ausnahme der In-vitro-Diagnostika -, die Materialien menschlichen Ursprungs (außer Plasmaderivate im Sinne der Richtlinie 89/381/EWG) oder lebende Zellen / lebendes Gewebe tierischen Ursprungs enthalten, sowie In-vivo-Diagnostika, kosmetische Mittel, persönliche Schutzausrüstungen und Produkte zur ausschließlichen Verwendung in der Veterinärmedizin.
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Lehre, Berufsausbildung: Auszubildene (15-18 Jahre), Lehrlinge – was ist zu beachten?

März 27th, 2009

1. Mindestalter:

Wer 15, aber noch nicht 18 Jahre alt ist. (§ 2 JArbSchG)

2. Beschäftigungsdauer:

Es gilt die Fünf-Tage-Woche bei einer täglichen Arbeitszeit von 8 Stunden (§ 8 JArbSchG). Die erste Pause ist nach 4½ Sunden (max. 6 h) einzulegen bzw. länger als 4½ Stunden hintereinander dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden (§ 11(2) JArbSchG).
Die Schichtzeit bei Schichtarbeit darf grundsätzlich 10 Stunden nicht überschreiten. Im Gaststättengewerbe, in der Landwirtschaft, in der Tierhaltung, auf Bau- und Montagestellen darf die Schicht 11 Stunden dauern. Durch Tarifvertrag ist eine weitere Anpassung möglich. (§ 12 JArbSchG)

Eine Beschäftigung außerhalb von 6.00 bis 20.00 Uhr ist nicht erlaubt. (§ 14 JArbSchG ). Ausnahmen:

  • Jugendliche über 16 Jahre dürfen im Gaststätten- und Schaustellergewerbe bis 22 Uhr, in mehrschichtigen Betrieben bis 23 Uhr, in der Landwirtschaft ab 5 Uhr oder bis 21 Uhr und in Bäckereien und Konditoreien ab 5 Uhr,
  • Jugendliche über 17 Jahre dürfen in Bäckereien ab 4 Uhr,
  • andere Zeiten nur nach vorheriger Anzeige an die Aufsichtsbehörde (Gewerbeaufsicht).

3. Freistellung für die Berufsschule, Prüfungen:

Der Jugendliche muss in jedem Fall vom Arbeitgeber für die Teilnahme am Berufsschulunterricht freigestellt werden. Jugendliche sind bei einem Berufsschultag in der Woche mit mehr als 5 Stunden (Unterrichtsstunden mit 45 Minuten, keine Zeitstunden) an diesem Tag von der Beschäftigung im Betrieb völlig freizustellen, um den Unterricht aufarbeiten zu können.
Die Zeiten für die Berufsschule und die Prüfungen werden voll auf die Arbeitszeit angerechnet, und der Jugendliche erhält das volle Arbeitsentgelt. (§§ 9 -10 JArbSchG)

4. Art der Beschäftigung:

Es dürfen nur leichte Arbeiten ausgeführt werden. (§§ 22 -27 JArbSchG)

Beschäftigungsbeschränkungen:

  • keine gefährlichen Arbeiten (z.B.: Umgang mit Gefahrstoffen, Arbeiten in engen Räumen, usw.),
  • keine Akkordarbeit oder tempoabhängige Arbeit,
  • keine Sicherungsarbeiten ausführen (z.B.: als Sicherungsposten),
  • keine Schweiß-, Schneid- o.ä. Feuerarbeiten,
  • keine Fahrzeuge führen (z.B.: Krane, Hebezeuge, Flurförderzeuge, Baufahrzeuge, u.ä.),
  • Heben und Tragen: Weibliche Jugendliche sollten nicht mehr als 10 kg, männliche Jugendliche nicht mehr als 20 kg heben bzw. tragen.

Ausnahmen, wenn diese zur Ausbildung gehören:

  • Schweißen, Schneiden und andere verwandte Verfahren nach § 25 UVV BGV D1,
  • Nur unter Aufsicht: Das Betreiben, Reinigen und Instandhalten von Nahrungsmittelmaschinen nach § 64 UVV VBG 77,
  • Nur unter Aufsicht: Das Betreiben, Reinigen und Instandhalten von Fleischereimaschinen nach § 58 UVV VBG 19,
  • Einrichten von Holzbearbeitungsmaschinen,
  • Umgang mit Gefahrstoffen, aber nur unter Aufsicht eines Fachkundigen.

5. Ärztliche Untersuchungen:

Eine ärztliche Untersuchung ist vor dem Eintritt ins Berufsleben (also vor Beginn der Berufsausbildung) durchzuführen. Eine Nachuntersuchung schließt sich 12 Monate nach dem Beginn der Beschäftigung an und soll spätestens nach 14 Monaten durchgeführt sein. Ohne ärztliche Bescheinigung darf der Jugendliche nicht weiter beschäftigt werden. (§§ 32-45 JArbSchG)
Die Untersuchungen werden von ermächtigten Ärzten oder vom Amtsarzt des Gesundheitsamtes durchgeführt.

Alle Untersuchungen werden vom jeweiligen Bundesland bezahlt. Also nicht vom Jugendlichen und nicht vom Arbeitgeber.

6. Unterweisung / Einweisung:

Vom Arbeitgeber muss der Jugendliche vor Beginn der Beschäftigung und dann regelmäßig halbjährlich über die Unfall- und Gesundheitsgefahren, sowie über die Einrichtungen und Maßnahmen zur Abwendung dieser Gefahren unterwiesen werden. (§ 29 JArbSchG und nach UVV BGV A1, siehe auch BGVR)
Themen (BGV A1, BGV A3, Anh. II BetrSichV, GefStoffV) z.B.:

  • Arbeitsort,
  • Verkehrswege,
  • Vorbeugender Brandschutz im Unternehmen,
  • Pausenräume und -zeiten,
  • Mängel melden,
  • nur Geräte, Anlagen oder Maschinen bedienen die zu seiner Arbeitsaufgabe gehören,
  • keine Reparaturen durchführen,
  • Einweisung in die Arbeitsaufgabe.

7. Urlaub:

Jugendliche haben Anspruch auf Jahresurlaub (§ 19 JArbSchG)

  • 15 Jährige haben Anspruch auf 30 Werktage,
  • 16 Jährige auf 27 Werktage und
  • 17 Jährige auf 25 Werktage.

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Laserschutzbeauftrager

März 27th, 2009

Bestellung:

(nach § 6 Abs.1 BGV B2 iV. § 15 Abs.1 SGB VII)
Der Unternehmer hat für den Betrieb von Lasereinrichtungen der Klassen 3 B oder 4 Sachkundige als Laserschutzbeauftragte schriftlich zu bestellen.
Dieses gilt nicht, wenn der Unternehmer der Berufsgenossenschaft nachweist, dass er selbst die erforderliche Sachkunde besitzt, und den Betrieb der Lasereinrichtungen selbst überwacht.

Aufgaben:

Laserschutzbeauftragten haben vom Unternehmer folgende Aufgaben übertragen bekommen:

  1. Überwachung des Betriebes der Lasereinrichtungen,
  2. Unterstützung des Unternehmers hinsichtlich des sicheren Betriebs und der notwendigen Schutzmaßnahmen,
  3. Zusammenarbeit mit den Fachkräften für Arbeitssicherheit bei der Erfüllung ihrer Aufgaben einschließlich Unterrichtung über wichtige Angelegenheiten des Laserstrahlenschutzes.

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Lärm

März 27th, 2009

Lärm ist Schall , der den Menschen stört, belästigt oder – bei starker und langer Einwirkung – gesundheitlich schädigt. Schall entsteht, wenn eine Schallquelle die umgebende Luft in Schwingungen versetzt. Was der Mensch hört, sind Schallwellen, die das Ohr durch die Luft erreichen.
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Ladungssicherung

März 27th, 2009

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Arbeitsplatz: Küche (Lebensmittelverarbeitung und – zubereitung)

März 27th, 2009

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Kleinmengentransport nach GGVSE – was ist zu beachten ?

März 27th, 2009

(Freistellungsgrenzen nach (ADR 1.1.3.6)

Mögliche Ausnahmen, siehe auch:

  • Regelungen gelten nicht für Privatpersonen (ADR 1.1.3.1 Buchstabe a),
  • Beförderungen von Anlagen, Maschinen oder Geräten, die in ihrem inneren Aufbau gefährliche Güter enthalten (ADR 1.1.3.1 Buchstabe b),
  • Beförderungen, die von Unternehmen in Verbindung mit ihrer Haupttätigkeit durchgeführt werden, wie Lieferungen für Baustellen im Hoch- und Tiefbau, oder im Zusammenhang mit Messungen, Reparatur- und Wartungsarbeiten in Mengen, die 450 Liter je Verpackung und die Höchstmengen gemäß Unterabschnitt ADR 1.1.3.6 nicht überschreiten (ADR 1.1.3.1 Buchstabe c),
  • Beförderungen von Fahrzeugen mit gefährlichen Gütern, die in einen Unfall verwickelt waren oder eine Panne hatten, durchgeführt insbesondere mit Abschleppfahrzeugen von Einsatzkräften oder unter deren Überwachung (ADR 1.1.3.1 Buchstabe d),
  • Beförderung von bestimmten Gasen (ADR 1.1.3.2)
  • Beförderung von flüssigen Kraftstoffen (ADR 1.1.3.3)
  • Beförderung von ungereinigten leeren Verpackungen (ADR 1.1.3.5)
    für “Kleinstmengen” unter 50 kg oder 50 l (nach. GGAV 2002 Ausnahme Nr.3).

1. Voraussetzung an den Transport, Be- und Entladung: (siehe ADR 1.1.6.3.2)

  • Das Fahrzeug und die dazugehörige Ausrüstung muss nicht nach den Gefahrgutvorschriften zugelassen und ausgerüstet sein (Ausnahme: 2 kg-Feuerlöscher ist notwendig).
  • Feuerlöschmittel (ADR 8.1.4.2 bis 8.1.4.5)
  • Auch Personen, die nicht zur Fahrzeugbesatzung gehören, dürfen mitfahren. (Keine Anwendung von ADR 8.3.1)
  • Schriftliche Weisungen Unfallmerkblätter brauchen nicht mitgeführt zu werden. (Keine Anwendung von ADR 8.1.2.1 b )
  • Das Fahrzeug muss nicht mit orangefarbenen Warntafeln und ggf. Gefahrzetteln gekennzeichnet werden. (Keine Anwendung von ADR 5.3)
  • Tragbare Beleuchtungsgeräte (ADR 8.3.4).

2. Anforderungen an die Fahrzeugbesatzung:

  • Empfehlung: Gebrauch der Feuerlöschgeräte sollte der Fahrzeugbesatzung bekannt sein (ansonsten keine Anwendung von ADR 8.3.2),
  • Keine besondere Ausbildung der Fahrzeugführer. ABER eine Unterweisung nach Kapitel 1.3 ADR ist aber erforderlich (auch in § 6 GbV vorgeschrieben) (ADR 8.2.3, aber keine Anwendung von ADR 8.1.2.2 b ).
  • Empfehlung: Verbot der öffnung von Versandstücken (ansonsten keine Anwendung von ADR 8.3.3),

3. Erforderliche Begleitpapiere (ADR 8.1.2) und Ausrüstung:

Transport unter Berücksichtigung der Kleinmengengrenze (Beförderungseinheiten) nach GGVSE (ADR 1.1.3.6.2) durchführen:

  • Allgemeine Vorschriften, Begleitpapiere und gegebenenfalls Texte von Sondervereinbarungen (nur im innerstaatlichen Transport),
  • vorgeschriebenes Beförderungspapier (ADR 5.4.1) für alle beförderten gefährlichen Stoffe und ggf. das Container-Packzertifikat (ADR 5.4.2), wie z.B. Lieferscheine, Frachtbriefe oder Abfallbegleitscheine, sowie evtl. Sondervereinbarungen
  • Nicht notwendig: Bescheinigung der Zulassung jeder Beförderungseinheit (Keine Anwendung von ADR 8.1.2.2 a),
  • (Empfehlung, aber nicht notwendig) Schriftliche Weisung für Fahrer (Keine Anwendung von ADR 5.4.3 und RSE Anl.13)
  • Schulungsnachweis des Fahrzeugführers (ADR Anlage B) ist nicht notwendig, wenn vorhanden mitnehmen (Keine Anwendung von ADR 8.1.2.2 b),
    (Hinweis: Führer von Fahrzeugen, deren höchstzulässige Gesamtmasse nicht 3500 kg übersteigt, brauchen keine Bescheinigung.)

4. Berechnung der Beförderungszahl:

Der Transport von Druckgasflaschen ist als Gefahrguttransport nur nach GGVSE (ADR 1.1.3.6) gestattet. Um den vorzubereitenden Arbeitsaufwand für einen Gefahrguttransport so gering wie möglich zu halten, sollte dieser im Bereich der “Kleinmengen-Regelung” durchgeführt werden.

Kleinmengengrenzen nach GGVSE beachten. Die Nettomasse bzw. Nenninhalt darf nicht überschritten werden! (ADR 1.1.3)

Bei Zusammenladungen unterschiedlicher Güter ist die Nettomasse mit dem Faktor zu ermitteln, daraus erhält man die Beförderungseinheiten. Bei Überschreitung der Zahl 1000 (Beförderungseinheiten) ist der Transport nach ADR durchzuführen.


    Beispiel (Transport nach ADR 1.1.3.6):
    Handwerker transportieren auf der Ladefläche eines Doppelkabinen-Transporters
    1x 52 Liter Nenninhalt Sauerstoff (Klasse 2, Gruppe O) x1 = 52
    1x 40 Liter Nenninhalt Acetylen (Klasse 2, Gruppe F) x3 = 120
    2x 33 kg Nennmasse Propan (Klasse 2, Gruppe F) x3 = 198

    Daraus ergeben sich 370 Beförderungseinheiten. Da 370 < 1000, so kann der Transport als Kleinmengenbeförderung nach ADR 1.1.3.6 durchgeführt werden.

5. Be- und Entladung von Druckgasflaschen:

  • Zum Transport von Einzelflaschen möglichst Flaschenkarren oder Transportgestelle verwenden.
  • Druckgasflaschen nur mit geschlossenen Ventilen und aufgeschraubten Schutzkappen transportieren.
  • Druckgasflaschen gegen Stöße schützen. Flaschen nicht werfen oder fallen lassen, nicht über den Boden rollen.
  • Der Transport von Druckgasflaschen mit Magnetkranen ist verboten.

Besondere Vorschriften für das Beladen, Entladen und für die Handhabung

6. Verhaltensregeln beim Kleinmengentransport:

  • Empfehlung: Rauchen und Umgang mit offenem Feuer ist verboten. (ansonsten keine Anwendung von ADR 8.3.5)
  • Beim Transport auf Fahrzeugen Druckflaschen festlegen, z.B. durch Anketten.
  • Zusammenladung beachten! Druckgasflaschen nicht gemeinsam mit leichtentzündlichen Ladegut (Gefahrgut) transportieren.
  • Der Transport in Kombiwagen und Pkw- Kofferräumen darf nur kurzfristig sein. Nach dem Transport sofort entladen. Fahrzeuge mit gefüllten Druckgasflaschen nicht unbeaufsichtigt auf öffentlichen Straßen und Plätzen abstellen.
  • Beim Transport in Kombiwagen ist die Lüftung einzuschalten. Lüftungsöffnungen nicht durch Ladegut verstellen oder verschließen.
  • Besondere Bedingungen:
    Da die Fahrzeuge nicht zu kennzeichnen sind, braucht auch das Verbotszeichen 261 “Verbot für kennzeichnungspflichtige Kraftfahrzeuge mit gefährlichen Gütern” nicht beachtet zu werden.

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Kinderspielplatz

März 27th, 2009

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Kesselwärter

März 27th, 2009

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Jugentliche

März 27th, 2009

Jugendlicher ist, wer 15, aber noch nicht 18 Jahre alt ist.
Auf Jugendliche, die der Vollzeitschulpflicht unterliegen, finden die für Kinder geltenden Vorschriften Anwendung.
Verbot der Kinderarbeit
Beschäftigung Jugendlicher Ferienarbeit, Lehre (Azubis), Schulpraktikum (13-18 Jahre)

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Immisionsschutzbeauftragter

März 27th, 2009

(auch Betriebsbeauftragter für Immissionsschutz)
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Hygiene- und Desinfektionsplan

März 27th, 2009

Durch allgemeine Hygienemaßnahmen kann die Zahl von Schmierinfektionen verringert werden, insbesondere durch persönliche Hygiene, Sauberkeit am Arbeitsplatz sowie sachgemäße Handhabung verschmutzter Arbeitskleidung und persönlicher Schutzausrüstung. Besondere Vorsicht ist geboten beim Essen, Trinken und Rauchen. Die Aufstellung eines Hygiene- und Reinigungsplanes mit festgelegten Reinigungsintervallen sowie seine konsequente Ausführung ist erforderlich. Im Rahmen der Unterweisung sind die Beschäftigten über den Reinigungs- und Hygieneplan (oder Hygiene- und Desinfektionsplan) zu informieren. Seine Einhaltung ist fortlaufend schriftlich zu dokumentieren.
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Hubschraubereinsatz (auf Baustellen)

März 27th, 2009

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Holz – RAL – Kennzeichnung

März 27th, 2009
Imprägnierte Holzbauelemente (einschließlich Rundhölzer)

  • für den Garten-, Landschafts- und Spielplatzbau,
  • für die Forst- und Landwirtschaft (einschließlich Wein- und Obstbau) sowie
  • für Lärmschutzwände, die diesen Güte- und Prüfbestimmungen entsprechen,

sind mit dem nachfolgend abgebildeten Gütezeichen Imprägnierte Holzbauelemente zu kennzeichnen, sobald dem Betrieb, der diese gütegesicherten imprägnierten Holzbauelemente herstellt, das Gütezeichen verliehen worden ist:

Gütezeichen “Imprägnierte Holzbauelemente”
Ist die Kennzeichnung mit dem RAL-Gütezeichen auf dem Produkt aus Platzgründen nicht möglich, so ist die nachfolgende vereinfachte Kennzeichnung in Form eines Edelstahlnagels dauerhaft an jedem imprägnierten Holzbauelement anzubringen.

Beispiel mit Erläuterungen:
94 = Herstellungsjahr
99 = Hersteller-Nr. (Werkskennziffer)
X = Gefährdungsklasse n. DIN 68.800 Teil 3
XXX = Holzschutzmitteltyp

Bei Holzbauelementen mit einer Länge von weniger als 41 cm und einem Durchmesser unter 8 cm kann anstelle eines jeden Einzelstückes auch das Verkaufsgebinde gekennzeichnet werden. Die Form der Kennzeichnung legt in diesen Fällen der Güteausschuss fest.
Für die Anwendung des Gütezeichens und der vereinfachten Kennzeichnung gelten ausschließlich die Durchführungsbestimmungen für die Verleihung und Führung des Gütezeichens Imprägnierte Holzbauelemente.

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Heimarbeit

März 27th, 2009
  • Geschützter Personenkreis
  • Heimarbeitsausschüsse
  • Arbeitszeitschutz
  • Gefahrenschutz
  • Entgelt
  • Kündigungsschutz
  • Schutz der Heimarbeit außerhalb des Heimarbeitsgesetz

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